Zum Hauptinhalt springen

«Die Menschen sind nicht glücklicher»

Wohlstand, grüne Wiesen und Ausländerhass: Die Filmemacher Simon Baumann und Andreas Pfiffner über Dörfer wie das bernische Suberg und die Auswirkungen der Masseneinwanderungsinitiative.

Herr Pfiffner, Herr Baumann, wie gut ist das Image der Schweiz noch?Baumann: Organisationen wie Präsenz Schweiz zelebrieren ein völlig weltfremdes Image der Schweiz: Schoggi, Berge, Uhren. Erstaunlicherweise hat das im Ausland bislang ganz gut funktioniert.Pfiffner: Auch viele Schweizer würden sagen, dass das Land ein ausgezeichnetes Image hat. Baumann:Die Aussenwerbung hat aber auch das Selbstbild enorm beeinflusst. Die Schweizer nehmen ihr Land zunehmend mit den Augen eines Touristen wahr: Bergseen, grüne Wiesen, Kühe.

In «Image Problem» sagt ein Einwohner: «Hier halten sich einfach alle an die Ordnung.» Seit dem letzten Abstimmungssonntag ist klar, dass viele Einwohner diese Ordnung für bedroht halten.Pfiffner:Das haben wir bei den Dreharbeiten auch gespürt. Es herrscht eine diffuse Angst vor. Baumann:Viele fühlen sich nicht mehr verwurzelt. Sie denken: «Das ist nicht mehr meine Schweiz.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.