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Die seltsamen Stämme der Welt

«Tanna» spielt auf einer Südseeinsel mit prächtiger Natur – ein weiterer Spielfilm im Fach des neuen Exotismus.

Das Liebespaar Dain und Wawa in «Tanna». Foto: Philippe Penel
Das Liebespaar Dain und Wawa in «Tanna». Foto: Philippe Penel

Wahrscheinlich wird man mit einigem historischem Abstand sagen können, Anfang des 21. Jahrhunderts seien die Menschen sehr naiv gewesen. Sie hielten sich für modern, waren aber beherrscht von Irrationalität und Wunderglauben. Am Kino kann man das schön sehen. Es begann im Mai 2011, als Terrence Malick in Cannes «The Tree of Life» vorführte – ein Familiendrama, das den Blick in den Kosmos weitete, bis normale Naturerscheinungen wie Erleuchtungen wirkten. Ein paar Monate später, am Sun­dance-­Festival im Januar 2012, zeigte Benh Zeitlin «Beasts of the Southern Wild», einen ekstatischen Spielfilm über das Mädchen Hushpuppy in der Sumpfregion von Louisiana. Dazu war der New Yorker Regisseur zu den Leuten im tiefen amerikanischen Süden gefahren.

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