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Die vielen kleinen Katastrophen

Am Filmfestival in Locarno ragt Chantal Akermans Porträt «No Home Movie» heraus. Und «Heimatland» erzählte finstere Geschichten aus dem Krisenherd Schweiz.

Pascal Blum

Der Wind schüttelt einen Busch, ein, zwei Minuten, länger. Ist da was? Es ist etwas, nämlich eine Spezialität von ­Locarno: der Terrariumfilm. Er zeigt die Welt in ausgewählter Ereignislosigkeit. Man starrt und denkt: Liegt da eine Schlange auf dem Ast? Aber nie hats eine Schlange. Dafür sitzen wir im Kino der Geduld, von dem der US-Regisseur James Benning sagt, es vermittle Bedeutung durch Dauer (und von dem andere sagen, wenn es so lange dauere, sei ihnen die Bedeutung auch egal).

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