Zum Hauptinhalt springen

Die Zeit der Sklaverei ist endgültig abgelaufen

Die ägyptischen Kulturschaffenden hätten keine Angst mehr, sagt Filmemacher Mohammed Ghazala.

Benedikt Rüttimann
Der ägyptische Filmregisseur Mohammed Ghazala in seinem Zürcher Hotelzimmer.
Der ägyptische Filmregisseur Mohammed Ghazala in seinem Zürcher Hotelzimmer.
Sophie Stieger

Als die Massen auf den Tahrir-Platz strömten, ging auch Mohammed Ghazala auf die Strasse. Aber nicht, um zu demonstrieren. Er holte für sich und seine Familie Wasserflaschen und lagerfähige Lebensmittel. «Ehrlich gesagt, ich traute dieser Revolution nicht», sagt der 34-jährige Filmemacher und Dozent für Animationsfilme an der Universität Minya in Oberägypten. Er hatte auch kaum einen Grund, sich zu beklagen. Er war Staatsangestellter und fühlte sich als Künstler von der Zensur nicht eingeschränkt. Solange man den alten Mann im Präsidentenpalast nicht verunglimpfte und keine politischen Filme drehte, hatte man wenig zu befürchten.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen