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Dreck unter teuren Teppichen

«Der letzte Weynfeldt»: Das Schweizer Fernsehen hat den Roman von Martin Suter verfilmen lassen. Der Hauptdarsteller spielt grossartig.

Seine Bücher funktionieren auch als Filme: Martin Suter.
Seine Bücher funktionieren auch als Filme: Martin Suter.
Keystone

«Der letzte Weynfeldt», das ist ein schöner Titel und Name. Er klingt schon lautpoetisch betrachtet nach verdämmernder dynastischer Noblesse, nach ererbtem «altem Geld». Nach Grands Crus aus dem Bordelais oder gepflegten Martinis und überhaupt nach gutem Geschmack und einem feinen Kunstverstand, der es sich leisten kann, praktisch zu werden. Auch nach massvollem Mäzenatentum, besonnener Grosszügigkeit und anerzogenem Anstand. Brächte so ein letzter Weynfeldt sich um (es läge nicht in der Familie, aber die Liebe beispielsweise kann viel Kummer anrichten), dann gewiss mit einem kleinen Revolver, der keine Riesenlöcher macht, und nicht ohne sich bei der Haushälterin brieflich für die Sauerei zu entschuldigen.

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