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Ein César vor dem Oscar

Der Stummfilm «The Artist» hat bei der Vergabe der französischen Filmpreise abgeräumt. Gleich sechs Auszeichnungen gingen an den Favoriten der Oscar-Verleihung.

Die Glücklichen: «The Artist»-Regisseur Michel Hazanavicius, Schauspielerin Berenice Bejo und Produzent Thomas Langmann (von links).
Die Glücklichen: «The Artist»-Regisseur Michel Hazanavicius, Schauspielerin Berenice Bejo und Produzent Thomas Langmann (von links).
Keystone

Der Stummfilm «The Artist» hat gestern Abend sechs César-Auszeichnungen, unter anderem in den Kategorien bester Film, beste Regie und beste Schauspielerin gewonnen. Nur zwei Tage vor der Verleihung der Oscars in den USA profilierte sich der Schwarz-Weiss-Film damit weiter als Top-Favorit für Los Angeles.

«The Artist» erzählt die Geschichte eines Stummfilmstars, dessen Karriere mit dem Siegeszug des Tonfilms endet. Hauptdarstellerin Bérénice Bejo und Regisseur Michel Hazanavicius erhielten die begehrten Césars. «Ich wollte das wirklich. Ich bin so stolz hier zu sein», sagte Bejo, als sie ihren Preis entgegennahm. «Den Charme des Films verdanke ich Ihnen», sagte Regisseur Hazanavicius an seine Hauptdarsteller Jean Dujardin und Bejo gerichtet.

Dujardin geht leer aus

Den César als bester Hauptdarsteller erhielt allerdings nicht Dujardin, der bereits in Cannes, bei den Golden Globes und den britischen Fimpreisen (BAFTAs) gesiegt hatte. In Paris ging die Trophäe an Omar Sy für seine Darstellung als junger Mann aus einer Banlieu im Film «Intouchables», der einen Querschnittsgelähmten pflegt. Der Film, der in Deutschland unter dem Titel «Ziemlich beste Freunde» läuft, war mit mehr als 19 Millionen Besuchern in Frankreich ein enormer Erfolg.

Mit den sechs Preisen in Paris brachte sich «The Artist» vor der Oscar-Verleihung am Sonntag weiter in Stellung. Der Stummfilm war bereits in Cannes, bei den Golden Globes und den BAFTAs erfolgreich. Er ist zehn Mal für einen Oscar nominiert.

dapd/jak

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