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Ein realistischer Nostalgiker

Der Dokumentarfilmer Volker Koepp ist kürzlich siebzig geworden. Zum Geburtstag sind neue, schöne DVDs erschienen.

Ein insistierendes Meisterwerk: «Livland» von Volker Koepp.
Ein insistierendes Meisterwerk: «Livland» von Volker Koepp.
PD
Der Film erzählt von den baltischen Küsten der Ostsee, wo der schwere Branntwein getrunken wird und das Leben vom vergangenen Baltikum ins Gegenwärtige der jungen EU-Staaten Estland und Lettland übergeht.
Der Film erzählt von den baltischen Küsten der Ostsee, wo der schwere Branntwein getrunken wird und das Leben vom vergangenen Baltikum ins Gegenwärtige der jungen EU-Staaten Estland und Lettland übergeht.
PD
Keine Sehnsucht passt mehr so recht ins Jetzt: Szene aus dem «Wittstock»-Zyklus, der neu auf DVD erschienen ist.
Keine Sehnsucht passt mehr so recht ins Jetzt: Szene aus dem «Wittstock»-Zyklus, der neu auf DVD erschienen ist.
PD
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Volker Koepp, Deutschlands grosser Dokumentarfilmer (der grösste vielleicht), dieser Landschaftsmaler des einstigen Ostpreussen und des Baltikums und des weiten, alten Sarmatien, das sich hinzieht von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, ist ein Reisender, der den Umweg nicht scheut. Er lässt sich ablenken von Zufällen und gefangen nehmen von ihren Schönheiten. Und deshalb lässt er die Menschen, die er trifft, natürlich nicht nur zufällig, aber immer ohne Hinterlist länger reden, als sie es bei anderen Regisseuren dürften. Deshalb gibt er der Sonne in Lettland mehr Zeit, auf- und niederzugehen, als andere – so viel, dass sie einzigartig wird: eine livländische Sonne in ihrem Auf- und Untergang.

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