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Heraus aus der Höhle

Der Zürcher Tobias Nölle erzählt in «Aloys» die wundersame Geschichte eines Einsamen. Im «Panorama» der Berlinale gewann er damit den Kritikerpreis.

«Aloys», das ist am Ende die Geschichte einer Aufweichung. Ein Ausschnitt aus dem Film.

Zum Beispiel diese Szene: Ein Seehund schwimmt auf einen zu mit Schwung, aber zwischen ihm und uns ist Glas, wir wissen das, er nicht, und deshalb stösst sich das arme Tier die Schnauze. Der Seehund lebt im Zürcher Zoo, und dass er wirklich in die Glaswand schwamm, war ein feiner Zufall. Der Zürcher Regisseur Tobias Nölle («René») hätte den Zusammenprall sonst digital herstellen müssen. Aber ihm ist dieser Augenblick natürlicher Zauber viel wert, man merkt das im Gespräch. Der geschenkte Moment legitimierte die metaphorische Vorstellung.

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