«Filme sollen uns auch das Fürchten lehren»

Als neue Direktorin hat Anita Hugi nur sechs Monate Zeit bis zu ihren ersten Solothurner Filmtagen. Wir baten sie zum schnellen Frage-Antwort-Pingpong.

Anita Hugi vor dem Landhaus, dem Zentrum der Solothurner Filmtage. (Foto: Tim X. Fischer)

Anita Hugi vor dem Landhaus, dem Zentrum der Solothurner Filmtage. (Foto: Tim X. Fischer)

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Herzliche Gratulation zur Wahl als Leiterin der Filmtage. Wer ist Anita Hugi?
A découvrir!

Gibt es 2020 eine Werkschau oder ein streng kuratiertes Programm?
Die Solothurner Filmtage sind 2020 eine vielseitige und anregende Werkschau. Und ein inspirierendes Festival.

Wann waren Sie zum ersten Mal in Solothurn?
Im Kanton Solothurn: am Tag meiner Geburt. Ich bin 1975 in Grenchen geboren.

Und das erste Mal an den Filmtagen?
Spontan erinnere ich mich an den ersten beruflichen Besuch im 2003.

Wer ist der oder die sympathischste Schweizer Filmschaffende?
Die Qual der Wahl! Mich interessieren aber vor allem deren Werke – am liebsten jene mit einem filmischen und persönlichen Engagement.

Schauen Sie lieber einen Film von Michael Steiner («Wolkenbruch») oder von Antoine Russbach («Ceux qui travaillent»)?
Beide! Und geben Sie mir doch auch eine Auswahl mit zwei Regisseurinnen.

«Der Schweizer Film ist heute in allen Formen sehr stark und vielseitig aufgestellt.»

Okay, «Die göttliche Ordnung» von Petra Volpe oder «Chris the Swiss» von Anja Kofmel?
Oh, sehr gute Auswahl! Als Regisseurin von «Die rote Hanna», den ich mit Anja Kofmel zur Schweizer Frauengeschichte gemacht habe, muss ich mich leider leidenschaftlich wiederholen: Beides sind Meisterwerke!

Warum braucht es die Solothurner Filmtage 2020 noch?
Weil es eine verlässliche und vielseitige Werkschau des aktuellen Films aus der ganzen Schweiz braucht. Weil Film auch ein sinnliches Erlebnis sein soll.

Was waren die besten Qualitäten ihrer Vorgängerin Seraina Rohrer?
Mutig, innovativ, professionell.

Und wie schätzen Sie den früheren Leiter Ivo Kummer ein?
Ein passionierter Solothurner! Ein prägende Figur des Schweizer Films.

Was werden Sie in Ihrer Eröffnungsrede 2020 garantiert nicht sagen?
Ich werde sie erst in sechs Monaten verfassen!

Wovor fürchten Sie sich in Filmen?
Film soll uns auch das Fürchten lehren. Uns ermutigen, Dingen auf den Grund zu gehen.

Wo steht der Schweizer Film 2020?
Der Schweizer Film ist heute in allen Formen sehr stark und vielseitig aufgestellt. Dieser Erfolg ist gewollt – und er ist auch ein Kind der Solothurner Filmtage, die sich dafür seit 54 Jahren einsetzen.

Erstellt: 27.06.2019, 15:51 Uhr

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