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Filmproduzenten kritisieren Kulturminister Burkhalter

Ruhig wird es in der konfliktträchtigen Schweizer Filmbranche nicht werden: Die Schweizer Filmproduzenten fühlen sich vom Filmförderungs-Konzept des Bundes übergangen.

Eitel Sonnenschein bei der Eröffnung in Locarno, aber der Leopard sitzt ihm im Rücken: Kulturminister Didier Burkhalter.
Eitel Sonnenschein bei der Eröffnung in Locarno, aber der Leopard sitzt ihm im Rücken: Kulturminister Didier Burkhalter.
Keystone

Die IG unabhängige Filmproduzenten bekräftigte heute vor den Medien am Filmfestival in Locarno ihre Opposition gegen die Filmpolitik von Bundesrat Didier Burkhalter.

Die IG sieht ihre Vorschläge, die unter anderem auf Stärkung der Rolle des Produzenten zielen, bei dem Konzept zur Filmförderung des Bundes für die Jahre 2012-2015 nicht einmal ansatzweise berücksichtigt. «Es ist, wie wenn wir nicht existierten», sagte IG- Produzent Thierry Spicher.

«Der politische Moment» ist vorbei

Kulturminister Burkhalter hatte die wichtigsten Eckpunkte der künftigen Filmförderung am Donnerstag vorgestellt. Das Konzept beruht auf einem langwierigen Prozess, den Marc Wehrlin als sogenannter Fazilitator moderiert hatte. Die Akteure der Filmbranche waren eingeladen, sich an den Debatten zu beteiligen.

Die IG setzt sich jedoch frühzeitig ab, da «es nur darum ging, Ruhe zu schaffen», wie Filmproduzent Christian Davi vom IG-Leitungsausschuss erklärte. Auf die Anhörung zum Förderkonzept, die nun begonnen hat, setzt die IG ebenfalls wenig Hoffnungen. Gemäss Spicher ist «der politische Moment» vorbei.

Im Zeitraum bis 2015 versteht sich die IG demnach als «konstruktive Opposition». In diesem Zeitraum werde sich zeigen, ob die Politik des Bundesrates funktioniere. Burkhalter strebt nach eigenen Worten ein «Gleichgewicht zwischen Erfolgsorientierung und Förderung der Vielfalt» an.

SDA/ami

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