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Flanierende Gespinste

Am Filmfestival in Locarno gabs wenig handfestes Erzählkino, dafür beredte Emotionen en masse. Routinierte Trägheit und fehlende Ironie liessen diese Ausgabe nur durchschnittlich glänzen.

Was für ein Mangel an Lebenswärme! Ein Musterfilm für Locarno 2014: Der französische Beitrag «Nuits blanches sur la jetée». Foto: PD
Was für ein Mangel an Lebenswärme! Ein Musterfilm für Locarno 2014: Der französische Beitrag «Nuits blanches sur la jetée». Foto: PD

Man hat das 67. Filmfestival von Locarno überstanden, nicht ungern, aber auch nicht mit der Begeisterung, die von einer wirklichen, innovativen Überraschung gekommen wäre. Die gab es nicht. Vielleicht durfte man sie gar nicht erwarten an einer Veranstaltung, die ihren Entdeckerwillen fast schon mit routinierter Trägheit kundtat, auf der Piazza Grande mit einem Hang zum Sentimentalischen, im Wettbewerb mit einer Vielfalt, die doch stark zur Monotonie einer vornehmen Künstlichkeit tendierte.

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