Zum Hauptinhalt springen

«Frausein reicht nicht, gut sollte man auch noch sein»

Lisa Brühlmann dreht gerade eine Serie um die andere. Foto: Keystone

Frau Brühlmann, wohin werden Sie gerade gefahren?

«Weil wir das Finale drehen, können wir bestimmen, wie lang die Folge werden soll.»

Lisa Brühlmann

Wie lange arbeiten Sie an dieser Episode?

Die Regie von Fernsehserien stellt man sich so vor, dass da jemand abspult, was vorgegeben ist. Haben Sie ästhetische Freiheiten?

Killerin Villanelle in entsprechendem Kostüm in Brühlmanns Folge von «Killing Eve». Foto: PD

Also definiert nicht der Showrunner von «Castle Rock», wie lange das Finale dauert?

Viele Serien zeichnen sich durch stilistische Kohärenz aus. Haben Sie keine Bibel bekommen, in der steht, wie «Castle Rock» visuell gestaltet sein muss?

Es gibt also gar keine No-gos in Sachen Ästhetik?

Ihr Erstling ist offenbar breit herumgereicht worden. Sind Ihre internationalen Engagements vor allem «Blue My Mind» zu verdanken?

Lisa Brühlmann (l.) mit den «Blue My Mind»-Darstellerinnen Luna Wedler und Zoé Pastelle Holthuizen. Foto: Dominique Meienberg

Sie haben auch bereits eine Folge der Thriller-Serie «Servant» gedreht, die Ende Jahr auf Apples neuem Streamingservice TV+ zu sehen sein wird.

Sie selbst haben die Zürcher Hochschule der Künste absolviert und als Schauspielerin in verschiedenen TV-Produktionen mitgewirkt. Wie ist der Groove so hierzulande?

Erleben Sie es derzeit als Vorteil, als Frau Regie zu führen?

Am 22. September steht jetzt erst mal die Emmy-Verleihung an. Haben Sie Erwartungen?