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«Game of Thrones»: Die letzte Nacht

Die letzte Staffel von «Game of Thrones» ist gestartet. Wir besprechen den Serienhit jeden Montag. Heute: Episode 2.

SEIEN SIE GEWARNT: DIESE BESPRECHUNG ENTHÄLT SPOILER.

Was in der neusten Folge passiert ist

Wer nach der langsamen Episode der letzten Woche Action erwartet hat, wurde enttäuscht. Die zweite und fünftletzte Folge von «Game of Thrones» war eine der leisesten der ganzen Serie. Doch obwohl ich auch langsam eine Schlacht brauchen könnte, gibts nichts zu meckern. Die gut stündige Episode war die Ruhe vor dem Sturm, eine Zusammenkunft der Menschheit für letzte Zärtlichkeiten, Abschiede oder Vergebung, bevor die Hörner der White Walker über die Schneewüste hallen.

Die Figuren gingen mit dieser Situation verschieden um. Auffallend oft fiel das Wort «sterben» - die meisten gehen davon aus, die Schlacht nicht zu gewinnen ist. Zumal die Alliierten in Winterfell erfahren haben, dass Cersei ihnen nicht zu Hilfe eilt. So stürzte Tyrion in Zynismus, Tormund startete einen letzten Anmachversuch bei Brienne (ein Füllhorn mit Wein in einem Schluck zu leeren, war allerdings kaum die richtige Strategie, um sie endlich rumzukriegen). Mehr Glück diesbezüglich hatte Arya, die ihre letzte Nacht vor der Schlacht mit Gendry verbrachte. Einzig Missandei and Grey Worm zeigten etwas Optimismus; nachdem sie von den Nordländern rassistische Blicke kassierten, schmiedeten sie Pläne fürs Rentnerleben nach dem Krieg im Süden, an einem Strand.

Andere Figuren, etwa die letzten überlebenden Mitglieder der Night Watch, liessen die Vergangenheit aufleben. Alles in allem waren dies berührenden Szenen, die die Zuschauer erinnerten, wie lange und wie gut sie schon mit diesen Figuren vertraut sind. In diesem Sinn war die Folge wohl auch ein Abschied von einigen Protagonisten. Denn nächste Woche geht das Gemetzel los – daran liess die letzte Einstellung keinen Zweifel: Die White Walkers marschierten vor den Mauern Winterfells auf.

Weitere Gedanken

  • Jon wich Daenerys aus, doch zuletzt erwischte sie ihn in der Krypta. Und tatsächlich konfrontierte er sie mit seiner DNA: Er ist ein Targaryan und der eigentliche rechtmässige Thronfolger. Daenerys zweifelte dies bzw. die Beweislage zuerst an und raunte «dann hättest du den Anspruch auf den Eisernen Thron». Was natürlich beides heissen kann: Du kommst vor mir. Oder: Wenn diese Zombie-Sache vorbei ist, brenn ich dich nieder.
  • Tyrion erwähnte eine Zeit «als Drachen in den Norden zogen». Es klang ziemlich ominös. Ich habe kein gutes Gefühl, was die Drachen angeht. Gut möglich, dass der Eisdrachen kurzen Prozess mit ihnen macht.
  • Die Alliierten sind den Toten zahlenmässig unterlegen. Die Strategie, vorgeschlagen von Bran, lautet darum: Den Night King zu töten, so dass seine Zombies unschädlich gemacht werden. Dazu will sich Bran als Lockvogel präsentieren. Ein interessantes Angebot – vor allem, wenn man ein Verfechter der Theorie ist, wonach Bran selber der Night King ist.
  • Theon und Sansa hatten ein emotionales Wiedersehen. War das die Innigkeit zweier von Ramsay versehrten Opfer – oder ist da mehr?
  • Jon Snows Wolf Ghost war während zwei Sekunden zu sehen. Das ist zu wenig!

Ekligste Gewalteskalation:

Keine. Wirklich: Keine. Und das bei fünf Stunden und 20 Minuten Restzeit bis zum Ende der Serie.

Unflätigster Unzuchtsmoment:

Arya entblösste sich vor Gendry. Das war vor ein paar Jahren doch noch ein Kind! Die Zeit, die Zeit.

Der Winter ist offiziell hier. Aber wurden auch White Walkers gesichtet?

Ja. Sie stellten sich vor den Mauern Winterfells auf.

Frage der Woche: Umfrage: Die eine oder andere Figur wird nächste Woche sterben. Wen triffts?

Wie gefiel Ihnen die Folge? Was wird in der nächsten Episode passieren? Wer gewinnt das Spiel um den Eisernen Thron? Unten können Sie mitdiskutieren.

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