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Heimgesucht von der Zukunft

Eine Ausstellung in der Cinémathèque française in Paris zeigt den italienischen Filmregisseur Michelangelo Antonioni als empfindsamen Magier der Moderne.

Markierte den Zenit von Antonionis Schaffen: «Blow-up», 1966 in England gedreht. Foto: DR
Markierte den Zenit von Antonionis Schaffen: «Blow-up», 1966 in England gedreht. Foto: DR

Seine Filme handeln meist von der Liebe; vor allem die frühen. So wundert es nicht, dass die grossen Publikumszeitschriften Italiens Notiz von ihnen nahmen. Sie berichteten nicht nur von glamourösen Premieren mit Stars wie Lucia Bosè und Monica Vitti. Sie verwandelten Michelangelo Antonionis Filme, die leider nie glücklich ausgingen, auch gern in Fotoromane. Da sich mit der Vergeblichkeit der Liebe aber keine Auflagen steigern lassen, wurden den Darstellern in den Szenenfotos andere Dialoge in den Mund gelegt. Antonionis Kino hat derlei Schummeleien gut überstanden. Die grossen Werke der Filmgeschichte widerstehen Missverständnissen.

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