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Horror – vermählt mit fragwürdigem Humor

«Scary Movie» zum Fünften: Die Persiflage geht nach langer Pause in die nächste Runde und hat sich kaum verändert.

Illustres Pärchen: Charlie Sheen und Lindsay Lohan.
Illustres Pärchen: Charlie Sheen und Lindsay Lohan.

Das Beste am neuen Film: Charlie Sheen gibt sein Leinwand-Comeback – zusammen mit der skandalumwitterten Lindsay Lohan. «Es gibt jetzt wieder Filme, bei denen sich eine Parodie lohnt», erklärte Produzent David Zucker gemäss Medienunterlagen: «Es gab lange keinen grossen, richtungsweisenden Horrorfilm.»

Beim Start der Reihe vor 13 Jahren war das noch anders: Der Film «Scream» hatte das Horror-Genre damals gerade neu belebt und für eine weitere Kino-Generation spannend gemacht. Ganze Szenen daraus zitierte und parodierte der erste «Scary Movie»-Film.

Es folgten Persiflagen auf ältere Klassiker wie «Das Geisterschloss» und «Poltergeist» und neuere Erfolgsstreifen wie «The Ring» oder «The Sixth Sense». Im fünften Teil nehmen sich die Macher Filme neueren Datums vor. Endlich «gibt es wieder Stoff zum Veräppeln», erklärte Produzent David Zucker.

Hommage an ganz neuen Film

Auf die Schippe genommen werden etwa der Ballett-Thriller «Black Swan» und der Schocker «Mama», dessen Kinostart in der Deutschschweiz allerdings erst Mitte April erfolgte und der noch keine grosse Fangemeinde aufgebaut haben dürfte.

Doch «Mama» von Andrés Muschietti ist die wohl wichtigste Grundlage des Films. Der zentrale Plot von «Scary Movie»: Dan und seine Frau Jody («High School Musical»-Star Ashley Tisdale) nehmen die Kinder von Dans verstorbenem Bruder auf, die nach einer Entführung verwahrlost im Wald gefunden werden.

Sie ziehen in ein Vorstadthaus, in dem fortan unheimliche Dinge geschehen – und solche, die lustig sein sollen. Wie seine vier Vorgänger besteht auch der fünfte «Scary Movie» in erster Linie aus Slapstick, Fäkalhumor und dem einen oder anderen guten Witz.

Pulver schnell verschossen

Die besten davon gibt es gleich zu Beginn in der wohl stärksten Szene des Films, dem Leinwand-Comeback von Charlie Sheen. Der vergnügt sich darin ausgerechnet – und schön selbstironisch – im Bett mit Kollegin Lindsay Lohan, die sich ebenfalls selbst spielt.

Skandale, Alkohol, Exzesse, Prozesse – die beiden haben schliesslich viel gemeinsam. Nur die elektronischen Fussfesseln stören beim Rummachen. Charlie Sheen überlebt die Nacht mit Lindsay Lohan nicht, sie wird «aus purer Gewohnheit», wie es in dem Film heisst, von der Polizei verhaftet, Charlies Kinder entführt und schliesslich von seinem Bruder Dan aufgenommen. Damit beginnt der Film zwar erst, seinen Höhepunkt hat er da allerdings schon längst überschritten.

SDA

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