Zum Hauptinhalt springen

«Ich bin glücklich, dass ich das nicht brauche»

Kristen Stewart sprach am Zurich Film Festival über Ruhm, soziale Medien und Fake News.

Der Hollywood-Star posiert auf dem Green Carpet in Zürich und gibt ein kurzes Interview. <br>(Video: Lea Blum)

Kristen Stewart kommt dieser Tage ganz schön rum. Nach bejubelten Stopovers an den Festivals von Venedig, Toronto, Deauville und San Sebastián weilt die Amerikanerin nun am Zurich Film Festival (ZFF), wo sie den Golden Eye Award erhält. Im Gegenzug hat sie ihr jüngstes Werk «Seberg» mitgebracht, in welchem sie die französische Nouvelle-Vague-Ikone Jean Seberg verkörpert, die mit Jean-Luc Godards «À bout de souffle» den Durchbruch schaffte. Regisseur Benedict Andrews beleuchtet nun in seiner Filmbiografie Sebergs Beziehung zu einem US-Bürgerrechtsaktivisten, was in den Sechzigerjahren zur Überwachung der Schauspielerin durch das FBI führte.

Gemeinsamer Nenner: Stewart und Seberg sind Schauspielerinnen, die mit ihren Meinungen nicht hinter dem Berg halten bzw. hielten. Was Kristen Stewart Ruhm bedeute, wird die Schauspielerin am ZFF gefragt. «Keine Ahnung. Ich denke nicht darüber nach.» Um dann doch anzufügen: «Ich bin happy, dass ich mein Leben mit anderen teilen kann, indem ich Filme drehe. Da gebe ich intimste Details meiner Existenz preis.» Viele Leute seien in sozialen Medien aktiv, um sich persönlich mitzuteilen, und sie verstehe, dass dies wichtig sei. «Ich selbst bin jedoch weder auf Facebook noch auf Twitter. Und ich bin glücklich, dass ich das nicht brauche.» Sie bevorzuge den direkten Kontakt mit Menschen. «Und ich habe ja eine ziemlich grosse Spielwiese, um mich auszudrücken.»

Was die Parallelen mit dem Nouvelle-Vague-Star betrifft, meint die 29-jährige Amerikanerin: «Ich glaube nicht, dass ich jemals auf diese Art verfolgt werden könnte wie Seberg. Was das FBI damals machte, war übergriffig, illegal und rassistisch motiviert.» Diesbezüglich sei der Film immer noch aktuell. «Handkehrum glaube ich, dass man heute in Zeiten von Fake News viel schneller ins Verderben rennen kann als in den Sechzigerjahren.»

Am vergangenen Donnerstag hat das ZFF eröffnet. Die Opening Night auf dem Green Carpet mit Schweizer Promis in Bildern:

Zum letzten Mal eröffnet sie das Zurich Film Festival: Nadja Schildknecht. Nach 15 Jahren gibt sie die Leitung ab. (26. September 2019)
Zum letzten Mal eröffnet sie das Zurich Film Festival: Nadja Schildknecht. Nach 15 Jahren gibt sie die Leitung ab. (26. September 2019)
Reto Oeschger
Sie stehen für den Eröffnungsfilm: Sven Schelker (links) spielt Bruno Manser, Niklaus Hilber führt Regie. (26. September 2019)
Sie stehen für den Eröffnungsfilm: Sven Schelker (links) spielt Bruno Manser, Niklaus Hilber führt Regie. (26. September 2019)
Reto Oeschger
Sänger Baschi ist zu seiner Freundin Alana Netzer nach Zürich gezogen. (26. September 2019)
Sänger Baschi ist zu seiner Freundin Alana Netzer nach Zürich gezogen. (26. September 2019)
Reto Oeschger
1 / 11

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch