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«Ich lasse mich nicht von der Angst auffressen»

Für den französischen Star Marion Cotillard ist die Furcht vor dem Terror allgegenwärtig. Man dürfe sich aber nicht von der Politik manipulieren lassen.

Mit Marion Cotillard sprach Martina Meister, Paris
«Die Franzosen sind sehr intelligent – aber auch sehr verletzt»: Marion Cotillard. Foto: Andy Gotts (Camera Press, Keystone)
«Die Franzosen sind sehr intelligent – aber auch sehr verletzt»: Marion Cotillard. Foto: Andy Gotts (Camera Press, Keystone)

Sie spielen in «Allied» eine französische Widerstandskämpferin in Casablanca im Jahr 1942. Haben Sie sich gefragt, wie Sie damals selbst gehandelt hätten?

Natürlich stellt man sich diese Frage, wenn man eine solche Rolle spielt. Aber eine eindeutige Antwort gibt es nicht. Die hängt von der Lebenssituation ab: Mit Mann? Mit Kindern, ohne Kinder? Mit der Bedrohung, jene zu verlieren, die man liebt, also der Gefahr, alles ­opfern zu müssen? Oder nur das eigene Leben zu riskieren? Voilà. Ich bin mir ­allerdings ziemlich sicher, dass ich Menschen versteckt hätte, wenn ich sie dadurch vor dem Tod hätte retten können, und dass ich Mittel und Wege gefunden hätte, die Meinen zu schützen und trotzdem Widerstand zu leisten.

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