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Kriegerin mit Herz

«Wonder Woman» ist mehr als die übliche Zerstörungspornographie. Und eine Absage an die Ironie.

Der popkulturell bewaffnete Spätkapitalismus hat nun auch eine Kino-Superheldin: Gal Gadot als Wonder Woman. Foto: Clay Enos (Warner Bros.)
Der popkulturell bewaffnete Spätkapitalismus hat nun auch eine Kino-Superheldin: Gal Gadot als Wonder Woman. Foto: Clay Enos (Warner Bros.)

Was wohl die Kulturhistoriker einmal über das Hollywoodkino nach der Jahrtausendwende sagen werden? Werden sie schreiben, dass die westlichen Gesellschaften in eine permanente Sinnkrise gestürzt wurden und die Leute deshalb Halt finden mussten bei solch kraftvollen Vorbildern wie Batman und Thor? Oder werden sie die Frage ganz anders angehen? Die Grosstaten der Kinosuperhelden könnten ja auch Symptom einer alltäglichen Performance von Unbesiegbarkeit sein, die vorwiegend junge Männer aufführen, wenn sie in Gruppen unterwegs sind oder in den Ausgang gehen. In jeden Fall werden die Gender-Fachleute ganz bestimmt darauf hinweisen, dass es 2017 werden musste, bis in einem dieser Sommerfilme eine weibliche Figur im Zentrum stand und nicht einfach nur am Rand mitpolterte wie zum Beispiel bei den Avengers.

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