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«Ich nehme Partei für die menschliche Mary»

Der Schweizer Regisseur Thomas Imbach schildert im Historienfilm «Mary, Queen of Scots» die Geschichte der unglücklichen Königin Maria Stuart, die aus Konsequenz den Kopf verlor.

Regisseur Thomas Imbach gelangen Bilder von geradezu karger Schönheit: Camille Rutherford als Maria Stuart.
Regisseur Thomas Imbach gelangen Bilder von geradezu karger Schönheit: Camille Rutherford als Maria Stuart.
Pathé Films
Hat sich das Recht auf ein selbstbestimmtes Privatleben als Frau genommen: Maria Stuart.
Hat sich das Recht auf ein selbstbestimmtes Privatleben als Frau genommen: Maria Stuart.
Pathé Films
Imbach gings im Film «um einen sozusagen universellen, inneren Kampf»: Szene aus «Mary, Queen of Scots».
Imbach gings im Film «um einen sozusagen universellen, inneren Kampf»: Szene aus «Mary, Queen of Scots».
Pathé Films
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Nach der Premiere Ihres Films in Locarno haben Sie gesagt, Mary Stuart, die Königin von Schottland, habe gewissermassen an Ihre Tür geklopft. Wer stand denn da vor Ihnen, dem ersten Eindruck nach?

Niemand, den ich besonders gut kannte. Ich wusste natürlich, dass sie schön war und unbeugsam, das hat mich gleich angesprochen. Aber meine erste «Logline» war noch recht simpel: Frauen, Pferde, Landschaften. Leider gibt es kein Stück von Shakespeare über Mary, aber bei Stefan Zweig fand ich sie dann beschrieben vor dem Hintergrund von «Macbeth» und «Hamlet». Das hat mein Interesse an den Leidenschaften, an der Innenwelt dieser Frau geweckt. Zweigs Biografie war nicht meine einzige Quelle, aber sie wurde sozusagen zum Reiseführer auf dem psychologischen Gelände. Er porträtiert Mary als eine starke, eigenständige Figur. Im englischen Raum ist das ja anders, dort hat sie einen zweifelhaften Ruf und steht immer im Schatten der Königin Elizabeth I., ihrer grossen Rivalin.

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