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«Identität ist beweglich, wie Magma»

Andrea Štaka, Zürcherin mit kroatischen Wurzeln, hat nach «Das Fräulein» einen neuen Film gedreht. «Cure» ist ein Geisterspiel um zwei Mädchen in Dubrovnik und erzählt vom Spuk einer zerrissenen Identität.

«Meine Erinnerungen sind in dem Film drin», sagt Andrea Štaka. Foto: Giorgia Müller
«Meine Erinnerungen sind in dem Film drin», sagt Andrea Štaka. Foto: Giorgia Müller

Wie beginnen Sie einen Film?

Indem ich etwas sehe oder höre und weiss, dass es wichtig ist. Nicht, dass ich es nur im Bauch spürte, das wäre zu esoterisch. Aber ich merke, dass es zu einer treibenden Kraft wird. Am Anfang von «Cure» stand eine wahre Begebenheit. Zwei Mädchen in Dubrovnik gehen auf einen Berg, aber nur eins kehrt zurück. Erst dachte ich, das habe mit mir nichts zu tun. Das war etwas naiv, meine Grossmutter und mein Vater kommen ja aus Dubrovnik, und ich habe dort viel Zeit verbracht. Also habe ich diese Geschichte mit meiner eigenen Gefühlswelt gefüllt. Ich bin zwischen zwei Welten aufgewachsen, in einer Welt gab es einen Krieg, eine heftige Erfahrung.

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