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Im Badezimmer mit Julian Assange

In Cannes wurde «Risk» gezeigt: Die US-Dokumentarfilmerin Laura Poitras («Citizenfour») hat darin erneut spektakulären Zugang, diesmal zum Kontrollraum von Wikileaks.

Bester Film: Der britische Regisseur Ken Loach gewinnt die Goldene Palme für sein Drama «I, Daniel Blake». (22. Mai 2016)
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Lionel Cironneau, Keystone
Beste Schauspielerin: Jaclyn Jose von den Philippinen feiert ihre Auszeichnung. (22. Mai 2016)
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Valery Hache, AFP
Palme d'Or: Ein Chopard-Vertreter präsentiert die begehrte Trophäe des Filmfestivals. (10. Mai 2016)
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Regis Duvignau, Reuters
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Vielleicht sollte man in diesem Film keine Notizen nehmen. Es könnte ja jemand fragen, was man da tue und für wen man arbeite. Schon vor der Premiere von «Risk» in der Reihe «Quinzaine des réalisateurs» in Cannes wurde das Aufnehmen strengstens untersagt. Regisseurin Laura Poitras und eine Wikileaks-Mitarbeiterin mahnten danach in kämpferischer Überspanntheit zur Freilassung des «politischen Häftlings» Julian Assange. Der Wikileaks-Gründer ist der Protagonist von Poitras’ neuem Dokumentarfilm, mit «Citizenfour» über Edward Snowden hat sie kürzlich einen Oscar gewonnen. Man war also schon ganz paranoid, aber «Risk» war weniger ein Themenfilm denn – ähnlich wie «Citizenfour» – das Porträt eines Mannes in Bedrängnis. Eines Staatsfeinds im engen Versteck: Julian Assange legt im Badezimmer der ecuadorianischen Botschaft in London Kontaktlinsen ein, Julian Assange warnt das State Department über ein bevorstehendes Leak, Julian Assange drückt sich durch ein Gewühl aus Fernsehkameras.

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