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Ist es noch Traum?

Wer aufwacht, denkt oft sehr wunderlich. Der heutige Kurzfilm feiert diesen seltsamen Zustand.

Aufwachen ist ein diffiziler Prozess. Zumal wenn er abrupt angestossen wird, durch einen Wecker etwa oder durch einen lärmenden Frühzug wie im heutigen Kurzfilm. Nachvollziehbar, dass die Hauptfigur von «Frühzug» sich sehr gerne zurückziehen möchte ins wohlige Warm der Decke.

Doch das geht eben nicht mehr vollends, und so verschwimmen Traumwelt und Realität. Der Holzboden, den der Freund des Mädchens beim Aufstehen betritt, mutiert zur knorrigen Rutschbahn. Die Synapsen fabrizieren letzte Phantasmagorien, die aufs Neue von den Klängen des Alltags infiltriert werden – Waschgeräusche, das Trippeln im Treppenhaus. Und irgendwann ist sie da: die nackte Realität. Doch wer seine Träume zu würdigen weiss, so die Botschaft des kurzen Films, dem erscheint auch sie immer ein wenig wunderbar.

Hinter «Frühzug» steht Delia Hess. Hess lebt in Luzern und arbeitet als Filmemacherin, aber auch als Animatorin und Illustratorin.

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