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Jöööh-Alarm um Baby Yoda

Ein «Star Wars»-Winzling begeistert die Massen. Aber wer ist dieses grüne Knuddelviech?

Hans Jürg Zinsli, Philippe Zweifel
Herzig und modebewusst: Baby Yoda aus der Serie «The Mandalorian». Foto: Disney
Herzig und modebewusst: Baby Yoda aus der Serie «The Mandalorian». Foto: Disney

Seit ein paar Tagen geistert ein kleines grünes Wesen mit grossen Augen und noch grösseren Ohren durchs Netz. Jedem, der es sieht, entfährt ein «Jöö». Der Winzling erinnert an die «Star Wars»-Kultfigur Yoda und stammt denn auch aus dem Spin-off «The Mandalorian», das exklusiv auf dem Streamingdienst Disney+ läuft. Die Serie ist bislang nur in den USA (und wenigen anderen Ländern) zu sehen. In der Schweiz startet sie voraussichtlich im Frühling 2020.

Die wenigen Details, die über Baby Yoda bekannt sind, werden analysiert und diskutiert. Offenbar ist es 50 Jahre alt, was 5 Menschenjahren entspricht – denn Yoda starb mit 900 Jahren. Und es verfügt über die Macht, jedenfalls lässt es einen riesigen Alien-Ochsen in der Luft schweben.

Ein Fall für das Feuilleton

Das alles mag nerdig klingen. Doch nicht nur «Star Wars»-Fans drehen ob Baby Yodas Herzigkeitsfaktor durch. Der gefeierte Dokfilmer Werner Herzog, einstiger Kumpane von Schauspieler-Soziopath Klaus Kinski, sagt: «Es ist herzerwärmend hübsch.» Das Netz ist voll mit Memes des rehäugigen Wesens, und selbst vermeintlich seriöse Publikationen wie die NZZ oder die «New York Times» stellen sich Fragen wie: «Welcher Designer hat den braunen Wintermantel von Baby Yoda entworfen?» Und vor allem: Wo kriegt man eine Puppe her? Es gibt solche noch nirgends zu kaufen, also machen Sie Ihren Kleinen keine Weihnachtsversprechungen, die Sie nicht halten können. Dass die Merchandising-Welle aber demnächst losgeht, steht ausser Zweifel. Wir erinnern uns an den kleinen Roboter BB8, der den ersten «Star Wars»-Film der neuen Reihe begleitet hatte – und neben der «weit entfernten Galaxie» auch die Kinderzimmer dieses Planeten eroberte.

Was man vorderhand tun kann: der Auflösung zu harren, wer dieses Knuddelding mit den Segelohren eigentlich ist. Denn praktisch nichts ist über Yodas Spezies bekannt. Selbst «Star Wars»-Erfinder George Lucas hat keine Ahnung. In einem Interview von 2005 gab er zu, dass er nie wirklich darüber nachgedacht habe, woher Yoda komme oder wie seine Art heisse.

Tatsächlich wurde bisher erst ein einziges anderes Exemplar dieser grünen Homunkuli gesichtet – ein Weiblein, das im grossen Rat im Film «The Phantom Menace» sass. Das wirft natürlich Fragen auf. Hatte der mönchhafte Yoda ein Verhältnis mit besagter Dame – und Baby Yoda ist nicht Yoda als Baby, sondern Yodas Baby? Was wiederum bedeuten würde, dass auch Yoda Sex hat – eine grässlichere Vorstellung als der Todesstern.

Das Finale von «Star Wars», «Episode IX – Der Aufstieg Skywalkers», läuft ab Mittwoch, 18. Dezember, im Kino.

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