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Kein Herr der Lage

Lawine kommt, Mann rennt weg, Frau und Kinder bleiben zurück. Mit «Turist» rückt der Schwede Ruben Östlund die verwirrte Männlichkeit ins Bild, auf gnadenlos lustige Art.

Bergman? Eher Östlund, der in seiner Komödie «Turist» die Krise der Männlichkeit erkundet. Foto: Look Now
Bergman? Eher Östlund, der in seiner Komödie «Turist» die Krise der Männlichkeit erkundet. Foto: Look Now

Das Spektakel kann man kaufen. Für den Spielfilm «Turist» plante der schwedische Regisseur Ruben Östlund die «spektakulärste Lawinenszene der Filmgeschichte», wie er beim Gespräch in Cannes erzählt. Die Latte habe ziemlich hoch gelegen, sagt er, und dann sei er auf die Archivaufnahme gestossen, die eine Lawine in British Columbia zeigt. Er kaufte die Rechte und installierte im Studio ein Gipfelrestaurant vor Green­screen. Mit etwas Schneestaub und digitalen Tricks war es fertig, das Spektakel in Weiss. Jetzt knallts im Kino, die Lawine rollt an, wird mächtiger und fegt über die Mittagstische, sodass die Wintertouristen panisch das Weite suchen.

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