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«Kein Spass bei Verschleierung und Sex»

Am Filmfestival Fribourg werden Schlüsselwerke des iranischen Kinos gezeigt. Kenner Ehsan Khoshbakht sagt, was Filme in einem tyrannischen Regime bedeuten können.

Welche Rolle spielt das Kino im Iran? Eine wesentliche. Mit dem Kino kommt ein frischer Lufthauch in ein Zimmer mit 70 Millionen Leuten. Weder die absurde Zensur noch der schlechte Geschmack können dagegen etwas ausrichten. Iraner suchen im Kino etwas, das mit ihrem Leben zu tun hat. Etwas, das sie aus der Zeitung nie erfahren werden.

Ist das iranische Kino ein Spiegel der Gesellschaft? Oder eher ein Eindringling ins kollektive Bewusstsein? Beides. Noch der abgehobenste Film spiegelt die Umstände seiner Entstehung. Zugleich liegt es in der Natur des Kinos, die Dinge, deren es sich bedient, neu zu formen. Aber Begriffe wie «Nation» oder «Spiegel» sind sehr abstrakt. Für mich ist das iranische Filmschaffen eine Kultur des Widerstands. Deshalb sollte man sie ernst nehmen.

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