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Kurzfilm der Woche: Töfflimeitli

«Mer gönd id Badi.» Nur wie? Sicher nicht auf Rollerskates – ein Moped muss her. Connie ist das neue Mädchen im Dorf und muss sich ihren Respekt verdienen, wie der Kurzfilm von Judith Kurmann zeigt.

Der Sommer auf dem Land bietet zwar idyllische Bilder, aber wenig Aufregung. Die Jugend vertreibt sich die Zeit mit ihren Mopeds und in der Badi, die Mutter liest Frauenzeitschriften im Garten. Die 14-jährige Connie ist neu im Dorf. Sie hat nur Rollerblades, aber kein Moped. Darum wird sie von der Töfflibande um Anführerin Mäni gemobbt. Die Mutter reagiert auf den Wunsch nach einem eigenen Moped und dem Hinweis, alle anderen hätten eins, mit dem Elternsatz «Die anderen sind die anderen, und wir sind wir». Das hilft wenig, wenn man dazugehören will.

Doch dank der männlichen Dorfjugend kriegt Connie ihr Töffli, und so macht sie sich auf, um Mäni zum Duell zu fordern. Der Film erinnert an einen Western, auch in den Bildern und in der Musik; nur stehen sich hier zwei Teenager-Mädchen gegenüber und nicht raubeinige Cowboys wie sonst.

«Connie» ist der Bachelorfilm von Judith Kurmann, die 2009 ihr Studium an der Zürcher Hochschule der Künste abschloss. Der Film wurde an diversen Festivals gezeigt und erhielt am Filmfestival in Locarno den «Premio Action Light for the Best Swiss Newcomer».

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