Kurzfilm der Woche

Leichte Beute

Im heutigen Kurzfilm erlebt die Gottesanbeterin eine Überraschung.

Die Gottesanbeterin möchte eigentlich nur ihre Beute essen: Der Film «Easy Prey» von Frederic Siegel.


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Grün, riesige Augen und grosse Fangarme, die so ausschauen, als würde sie zu Gott beten. Die Gottesanbeterin, oder in Lateinisch Mantis religiosa, wird von vielen Völkern des Mittelmeerraums verehrt. Obwohl sie als seeliges Geschöpf gilt, tritt die Gottesanbeterin in der Natur eher weniger religiös auf. Stundenlang kann sie sich im Grünen heimlich verstecken und warten, bis ein unschuldiges Insekt vorbeikommt und sie ihre Beute auf teuflische Art und Weise niederstreckt.

Ebenso im Animationsfilm «Easy Prey» von Frederic Siegel. Er stattete seine religiöse Seherin aber noch mit zusätzlichen brutalen Fähigkeiten aus. Während die Gottesanbeterin nämlich wie gewohnt auf einem Stein sonnt und auf eine geeignete Beute zum Fressen wartet, vernichtet sie diese noch vor dem Festmahl mit eigenen Laserstrahlen.

Kurz, prägnant und mit einer überraschenden Schlusspointe. So gestaltet sich der Webfilm «Easy Prey» von Frederic Siegel, den der Illustrator und Animationsfilmemacher während seines Studiums der 2-D-Animation an der Hochschule Luzern im Jahr 2015 produziert hat.

Das Studium hat er noch im selben Jahr mit dem Kurzfilm «Ruben Leaves» abgeschlossen. Dieser wurde unter anderem mit dem Schweizer Filmpreis in der Kategorie Bester Schulfilm ausgezeichnet und erhielt sogar am «International Film Festival» in Polen den Preis für den besten Animationsfilm 2016. Diese Woche wurde er am Animationsfilm-Festival in Annecy gezeigt.

Siegel betreibt einen eigenen Blog, auf dem er seine Illustrationen und Kurzfilme festhält. Für seine Werke wendet Siegel vor allem die 2-D-Computeranimation an. (van)

Erstellt: 17.06.2016, 13:15 Uhr

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Produktion

«Easy Prey» von Frederic Siegel. Schweiz 2014. 1 Min. Produktion: Hochschule Luzern.

Kurzfilm der Woche

Der Kurzfilm gilt als die offenste, schnellste und oft auch mutigste Filmkunstform. Obs an der schnelllebigen Zeit liegt, in der wir leben? Auf jeden Fall erfreuen sich die Minifilme gerade an Festivals einer immer grösseren Beliebtheit – auch in der Schweiz, wo es eine lebendige Kurzfilmszene gibt. Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt in Zusammenarbeit mit der Filmpromotionsagentur Swiss Films jeden Freitag einen exklusiven Schweizer Kurzfilm. Die Produktionen sind jeweils mindestens 24 Stunden online.

Swiss Films

Die Stiftung Swiss Films ist die Promotionsagentur des Schweizer Filmschaffens. Als Partnerin der Filmschaffenden verstärkt sie die Sichtbarkeit und die positive Wahrnehmung der helvetischen Filmkultur im Ausland und in der Schweiz. Kernaufgaben der Stiftung sind Verbreitung, kulturelle Vermittlung und Vernetzung des Schweizer Filmschaffens.

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