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Lena Dunham kriegt ihr Fett weg

In ihrer Erfolgsserie «Girls» propagiert sie den echten, ungeschönten Frauenkörper. Nun ist Lena Dunham das Covergirl der aktuellen «Vogue» – und steht für die retuschierten Bilder in der Kritik.

Kontrovers diskutiert: Lena Dunhams Covershooting mit Starfotografin Annie Leibovitz in der aktuellen Ausgabe der amerikanischen «Vogue».
Kontrovers diskutiert: Lena Dunhams Covershooting mit Starfotografin Annie Leibovitz in der aktuellen Ausgabe der amerikanischen «Vogue».
Vogue.com
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Die Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Lena Dunham wurde berühmt dafür, zu Cellulite, Bauch- und Hüftspeck zu stehen. Ihre HBO-Serie «Girls» wurde als ungeschönte, authentische Nachfolgerin von «Sex and the City» gefeiert: Endlich würde sich jemand trauen, Frauen und ihre Körper so zu zeigen, wie sie eben oftmals sind: nicht perfekt. Dafür leistet Dunham, die die Hauptrolle in «Girls» selber spielt, vollen Körpereinsatz.

Nun aber steht Dunham in der Kritik: Für die Februar-Ausgabe der «Vogue» wurde sie von Starfotografin Annie Leibovitz in Szene gesetzt. Kurz nach Erscheinen der Bilder der kollektive Aufschrei: Sie sind retuschiert! Ausgerechnet eine Frau, die ansonsten den echten, ungeschönten Frauenkörper propagiert, beugt sich dem Photoshop-Diktat und gibt sich für die Verbreitung des unrealistischen Schönheitsideals her! Der feministische Blog Jezebel.com setzte gar ein Kopfgeld für die unretuschierten Dunham-Bilder aus: 10'000 Dollar wurden für die Originalbilder versprochen. Diese wurden umgehend eingesendet und veröffentlicht.

«Gnadenloser Umgang» mit Frauenbildern

«Die unretuschierten Bilder sind nahezu perfekt, was einige der Änderungen – das Schmälern des Kiefers oder die Anhebung der Taille – umso unnötiger erscheinen lässt», schreibt die Autorin auf Jezebel. Es müsse immer wieder daran erinnert werden, wie gnadenlos der Umgang der Medien mit Frauenfotos sei: Während Dunhams Bilder retuschiert worden seien, hätte man an den Fotos des männlichen Shootingpartners Adam Driver nichts geändert.

Lena Dunham selber verstand die Aufregung über ihre Bilder nicht: «Ein Modemagazin ist wie eine schöne Fantasie. In der ‹Vogue› wollen wir uns nicht realistische Frauen anschauen, dort wollen wir schöne Kleider und schicke Orte sehen. (…) Wenn die sehen wollen, wie ich wirklich aussehe, sollen sie sich meine wöchentliche Show ansehen», äusserte sie sich im Onlinemagazin Slate.

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