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«Man kann nicht nur den Kinos die Schuld geben»

Der Siegerfilm von Locarno ist über fünf Stunden lang. Kann das Epos von Lav Diaz überhaupt im Kino gezeigt werden? Redaktion Tamedia hat mit Verleiher Walter Ruggle gesprochen.

Philippe Zweifel
Melancholischer Schmerzgesang: «From What Is Before» von Lav Diaz.

Herr Ruggle, würden Sie den Locarno-Gewinner «From What Is Before» verleihen? Vorstellbar ist es. Allerdings gibt es da banale Probleme. Mit einem fünfeinhalbstündigen Film müsste man zum Beispiel um 17 Uhr beginnen – das verunmöglicht Vorstellungen unter der Woche. Es ist auf der Kinoseite ausserdem grundsätzlich schwieriger geworden, mit anspruchsvolleren Filmen einen Platz zu finden. Das ist ein Verlust.

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