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Material für Chodorkowski-Film gestohlen

Ein Dokumentarfilm über den inhaftierten Kreml-Kritikers Michail Chodorkowski soll an der Berlinale Premiere feiern. Bei einem Einbruch wurde die Endfassung des Films geklaut.

Der Film soll das Schicksal des Kreml-Kritikers beleuchten: Michail Chodorkowski, der noch bis ins Jahr 2017 in Haft sitzt.
Der Film soll das Schicksal des Kreml-Kritikers beleuchten: Michail Chodorkowski, der noch bis ins Jahr 2017 in Haft sitzt.
Keystone

Zehn Tage vor seiner Weltpremiere bei der Berlinale ist bei einem Einbruch Material für den Dokumentarfilm «Khodorkovsky» über den früheren russischen Ölunternehmer Michail Chodorkowski gestohlen worden.

Nach Angaben der deutschen Verleihfirma Farbfilm-Verleih brachen Diebe in der Nacht zum Freitag in die Berliner Produktionsräume des deutschen Filmemachers Cyril Tuschi ein. Sie stahlen demnach zwei PCs sowie zwei Laptops, auf denen Arbeitsmaterialien und die Endfassung des regierungskritischen Films gespeichert waren.

Andere Wertsachen seien zurückgelassen, die Räumlichkeiten verwüstet worden, teilte der Verleih mit. Den Angaben zufolge war dem Regisseur vor wenigen Wochen bereits eine Festplatte mit Teilen des Dokumentarfilms aus einem Hotelzimmer gestohlen worden.

Geplante Premiere an der Berlinale

Der Film beleuchtet das Schicksal des Kreml-Kritikers Chodorkowski, der wegen angeblicher Wirtschaftsverbrechen bis 2017 eine Haftstrafe in Russland absitzen muss. Der Film soll bei der Berlinale in der Sektion «Panorama Dokumente» erstmals am 14. Februar laufen und wird an vier Festivaltagen gezeigt.

Die Vorführungen seien nicht gefährdet, da dem Festival der Film bereits vorliege, sagte eine Sprecherin der Verleihfirma. Dennoch bedeute der Einbruch einen «Rückschritt» bei der Endproduktion. Ein Polizeisprecher sprach von einem «klassischen Einbruch». Die Kripo ermittelt.

SDA/mrs

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