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Miyazaki geht in Rente

Oscar-Preisträger Hayao Miyazaki, der mit Animationsfilmen wie «Prinzessin Mononoke» weltberühmt wurde, will keine Filme mehr drehen.

phz

Der japanische Regisseur werde in Rente gehen, erklärte der Präsident der Ghibli-Studios, Koji Hoshino, am Sonntag am 70. Internationalen Filmfestival Venedig. Gründe nannte er nicht, Miyazaki selber war nicht anwesend. Miyazaki ist 72 Jahre alt und feierte mit seinen Animationsfilmen wie «Das wandelnde Schloss» und «Prinzessin Mononoke» weltweit Erfolge. Für «Chihiros Reise ins Zauberland» gewann er 2002 den Goldenen Bären bei der Berlinale und 2003 einen Oscar.

Um sein aktuelles Werk «The Wind Rises», das im Wettbewerb von Venedig läuft, gab es in den vergangenen Wochen Kontroversen. Der Film erzählt von dem Erfinder eines Flugzeuges, das im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle spielte. Japans Ultrarechte warfen Miyazaki vor, «anti-japanisch» und «ein Verräter» zu sein. Der Regisseur hatte wiederholt erklärt, die Ultrarechten hätten das Flugzeug für ihren «Patriotismus» und zur Kompensierung ihres «Minderwertigkeitskomplexes» missbraucht. Miyazaki ist als vehementer Kriegsgegner bekannt.

(SDA)

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