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Mythisches Wochenende an der Berlinale

Terrence Malick findet in «Knight of Cups» eine ungewohnte Schönheit, und ein Dokumentarfilm taucht im Meer nach der Geschichte.

Und wieder das Meer: Christian Bale und Nathalie Portman in Terrence Malicks Berlinale-Beitrag «Knight of Cups». Foto: Melinda Sue Gordon
Und wieder das Meer: Christian Bale und Nathalie Portman in Terrence Malicks Berlinale-Beitrag «Knight of Cups». Foto: Melinda Sue Gordon

«Dokumentarische Form» schreibt die Berlinale im Programm unter diesen Film. Als sei es ein Warnhinweis für die Konsumenten, wie das Etikett «Enthält Schwein» an der Fleischtheke. Richtig halal kann die Sache also nicht sein, und für den einzigen Dokumentarfilm im Wettbewerb lagen gestern noch einige freie Tickets bereit. «El botón de nácar» des Chilenen Patricio Guzmán ist der bislang eigensinnigste Film an der 65. Berlinale. Man könnte ihn eine poetische Welterkenntnis nennen. Damit liefe man allerdings Gefahr, als Esoteriker zu gelten, und müsste erklären, was an Detailaufnahmen von Wassertropfen so berauschend sein soll. Vorerst nichts, es geht darum, was sonst geschah. Wie sich Geschichte und Mythos überkreuzten, bis man ahnte, was die Diktatur in Chile mit dem Meeresgrund zu tun haben könnte. Man musste es sehen, um es zu glauben, aber mehr noch musste man es glauben, um es zu sehen.

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