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Publikumsereignis statt Branchentreff

Die Verleihung des Schweizer Filmpreises soll zu einem Publikumsereignis werden: Dies ist das Ziel der Städte Genf und Zürich, in denen der «Quartz» künftig abwechselnd verliehen wird.

Die erste Gala unter neuen Vorzeichen findet am 23. März in Genf statt. Mit der Association «Quartz» Genève Zürich haben die beiden Städte sowie der Kanton Genf einen Verein gegründet, der die Unterstützung des Schweizer Filmpreises zum Ziel hat. Geplant sind neben der Preiszeremonie auch Rahmenveranstaltungen für ein breites Publikum.

Die neue Reihe unter dem Arbeitstitel «Le Frühling du cinéma suisse - Der printemps des Schweizer Films» werde in beiden Städten jedes Jahr stattfinden, also auch in Zürich, in den Jahren, in denen der Schweizer Filmpreis in Genf verliehen wird, erklärte die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch am Dienstag vor den Medien in Bern.

Im Vorfeld der Verleihung sollen in Zürich und Genf die nominierten Streifen sowie weitere Schweizer Filme zu sehen sein, am Tag danach ist gemäss Mauch ein Filmbrunch geplant. An Podiumsdiskussionen wird über aktuelle Fragen des Schweizer Filmschaffens diskutiert.

«Wir machen nicht auf Pailletten»

Ziel ist es dabei auch, die Filmszenen der Deutsch- und der Westschweiz besser zu vernetzen. Ivo Kummer, Leiter der Sektion Film beim Bundesamt für Kultur (BAK) hofft auf eine eigentliche «Liebesbeziehung zwischen Genf und Zürich auf kulturellem Gebiet.»

Zudem soll das Bewusstsein für die Vielfalt und Qualität des Schweizer Films geschärft werden, erklärte Kummer: «Der verstärkte Austausch zwischen der Deutsch- und der Westschweiz wird dem Publikum zeigen, dass gute Filme keine Grenzen kennen.»

Die Preisgala selber, die im Genfer Bâtiment des Forces Motrices (BFM) beziehungsweise im Zürcher Schiffbau stattfinden wird, wünscht sich Kummer schlicht und würdig, wie es dem Schweizer Filmschaffen entspricht: «Wir machen nicht auf Pailletten.»

Quartz-Trophäe in neuem Design

In den vergangenen vier Jahren wurde der Quartz jeweils im Luzerner KKL verliehen. Bis 2007 fand die Verleihung des Schweizer Filmpreises während der Solothurner Filmtage statt. Seither werden im Rahmen des Festivals an der Nacht der Nominationen die Anwärter auf den Quartz bekannt; am 30. Januar ist es wieder soweit.

Während die Nominationen mit Preisgeldern verknüpft sind, trägt die Auszeichnung den Gewinnern Ehre und Aufmerksamkeit ein - sowie eine Trophäe in neuem Design, das an den Filmtagen erstmals präsentiert werden soll. Der bisher verwendete, von Alfredo Häberli gestaltete Quartz, wird damit nach nur vier Ausgaben wieder ersetzt.

Neu sind ab 2013 neben Trophäe und Austragungsorten auch die Zuständigkeiten: Der Bund übernimmt künftig die volle Verantwortung für die Organisation des Schweizer Filmpreises, die SRG SSR bleibt mit reduziertem Engagement mit an Bord. Weitere Partner sind die Schweizer Filmakademie, Swiss Films und die Solothurner Filmtage.

SDA/phz

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