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Reisst euch mal zusammen!

Filme, Bücher und TV-Serien zelebrieren gegenwärtig das Frauenbild der aufgewühlten Grossstadtneurotikerin – und werden für ihre Authentizität gelobt. Höchste Zeit für eine Trendwende.

Sucht sich selbst und findet sich mehr schlecht als recht: Lena Dunham als Hannah Horvath in der HBO-Serie «Girls».
Sucht sich selbst und findet sich mehr schlecht als recht: Lena Dunham als Hannah Horvath in der HBO-Serie «Girls».
Keystone
Nicht nur in der verknorzten Künstlerinnenseele herrscht Chaos: Eine Szene aus «Girls».
Nicht nur in der verknorzten Künstlerinnenseele herrscht Chaos: Eine Szene aus «Girls».
Keystone
Und sie warten, bis irgendetwas passiert, standesgemäss auf einer Feuertreppe in Brooklyn: Szene aus «Frances Ha».
Und sie warten, bis irgendetwas passiert, standesgemäss auf einer Feuertreppe in Brooklyn: Szene aus «Frances Ha».
Filmstill Frances Ha
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Jetzt reichts! Genug mit dieser narzisstischen Selbstbespiegelung, genug mit den immer gleichen Diskussionen um Selbstfindungskrämpfe und dem Ringen mit der künstlerischen Selbstverwirklichung, genug mit den leidenden Blicken hinter kaffeetellergrossen Brillengläsern.

Die Frauenfiguren irgendwo zwischen 25 und 35, die von den Kritikern als besonders authentisch gelobt werden, haben ihr Leben so gar nicht im Griff – und werden gleichzeitig als aus dem Leben gegriffene Vertreterinnen einer ganzen Generation hochgehalten: Sarah Kuttner (Autorin von «Mängelexemplar» und «Wachstumsschmerz») oder Lena Dunham («Girls») beschreiben Protagonistinnen, die mit Existenzkrisen und Depressionen kämpfen und verstörenden Sex mit verstörten Männern haben, während sie auf die 30 zu- und von einer künstlerischen Blockade in die nächste steuern.

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