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Russischer Protest auf dem roten Teppich

Der Regisseur Kirill Serebrennikow steht in seiner Heimat Russland unter Hausarrest und konnte deshalb nicht nach Südfrankreich zum Filmfestival reisen.

Die Schauspieler fordern die Freilassung von Kirill Serebrennikow: Die Crew des Films «Leto» hält eine Tafel mit dem Namen des Regisseurs hoch. (9. Mai 2018)
Die Schauspieler fordern die Freilassung von Kirill Serebrennikow: Die Crew des Films «Leto» hält eine Tafel mit dem Namen des Regisseurs hoch. (9. Mai 2018)
Clemens Bilan, Keystone

Ein russisches Filmteam hat mit einer Aktion auf dem roten Teppich in Cannes an seinen in der Heimat festgehaltenen Regisseur erinnert. Der Beitrag «Leto» feierte am Mittwochabend Premiere bei dem Festival - Regisseur Kirill Serebrennikow durfte aber nicht anreisen.

Er stehe unter Hausarrest, ihm wird Korruption vorgeworfen, was der 48-Jährige selbst bestreitet. Sein Team kam jedoch nach Cannes und hatte sich Buttons mit einem Porträt von Serebrennikow an die Brust gesteckt. Ausserdem hielt die Gruppe ein Plakat mit dem Namen des Regisseurs in die Höhe.

«Leto» erzählt von jungen Musikern im Leningrad Anfang der 80er Jahre. Ihre Helden sind Stars aus dem Westen: David Bowie, Iggy Pop, Blondie. Sie selbst dürfen zwar nicht ganz so rockig auftreten wie ihre Vorbilder, und doch transportiert der Film stimmungsvoll das Lebensgefühl. «Leto» ist einer der 21 Beiträge, die im diesjährigen Wettbewerb von Cannes um die Hauptpreise konkurrieren.

(SDA)

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