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Schweizer Schwulenfilm im Oscar-Rennen

Die Schweiz entsendet den Film «Der Kreis» ins Oscar-Rennen um den besten ausländischen Film. Vier weitere Streifen hatten das Nachsehen.

Der Film des Regisseurs Stefan Haupt erzählt die Liebesgeschichte zweier Männer im Zürich der 50er-Jahre. Eine Fachjury unter dem Vorsitz des Produzenten Peter-Christian Fueter wählte ihn unter fünf Beiträgen aus. «Der Kreis» nehme die Frage der Emanzipation von Homosexuellen auf und setze sie ästhetisch gelungen um, teilte das Bundesamt für Kultur (BAK) am Samstag mit.

Der am Filmfestival Berlin mit einem Publikumspreis und einem Teddy Award ausgezeichnete Film überzeuge durch die Besetzung, Regie, Schauspielführung und biete eine gelungene Verbindung von dokumentarischen und fiktionalen Elementen. In der Dokufiktion verliebt sich der junge Lehrer Ernst Ostertag in den Transvestiten-Star Röbi Rapp. Die beiden lernten sich 1956 an einem Schwulenball der Organisation «Der Kreis» kennen.

Auf dem Weg zum Oscar erhält der Film für seine Promotion in Los Angeles eine Unterstützung von 60'000 Franken – 50'000 vom BAK, 10'000 von der Stadt Delsberg.

«Der Goalie bin ig» unterliegt

In der jurassischen Hauptstadt endet am Sonntag das fünftägige Festival Delémont-Hollywood, in dessen Rahmen seit 2009 die Schweizer Kandidatur im Rennen um den Ausland-Oscar festgelegt wird. Am Festival wurden alle Beiträge gezeigt, welche ebenfalls um eine eine Reise nach Hollywood gebuhlt hatten.

Die unterlegenen Kandidaten waren «Der Goalie bin ig» von Sabine Boss, «Left Foot Right Foot» von Germinal Roaux, «Traumland» von Petra Volpe und «Vielen Dank für Nichts» von Oliver Paulus und Stefan Hillebrand.

Als nächste Etappe im Kampf um die begehrte Trophäe gibt die Academy of Motion Picture Arts and Science in Hollywood im Januar die Short List der für die Oscar nominierten Filme bekannt. Der im vergangenen Jahr ausgewählte Schweizer Beitrag «More Than Honey» von Markus Imhof schaffte es dieses Jahr nicht auf diese Liste.

(SDA)

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