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Ein Wischmopp von Herzen

«Joy» erzählt die wahre Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, die ein Haushaltsgerät erfindet und reich wird. Ein Film über die Zeit, als der Kapitalismus persönlich wurde.

Geschäftstüchtige Mutter: Joy Mangano (im Film verkörpert von Jennifer Lawrence) machte als Ich-AG mit Gewissen Karriere. Foto: Twentieth Century Fox
Geschäftstüchtige Mutter: Joy Mangano (im Film verkörpert von Jennifer Lawrence) machte als Ich-AG mit Gewissen Karriere. Foto: Twentieth Century Fox

Zoom auf die Hände, sagt Neil zum Kameramann. Die Hände sind, was zählt. Darin erkennen sich die Leute, weil sie selber anpacken, weil sie putzen. Zeig die Hände und dann erst die Augen und die Lippen. So, und jetzt glauben es die Zuschauer und wollen diesen Mopp haben. Er kommt in alle Ecken wegen seiner saugfähigen Fransen, und würde man diese nicht gern abnehmen und in die Waschmaschine schmeissen? Das kann dieser Mopp! Er kostet 19.95 und wringt sich selbst aus, man muss nur am Stiel drehen. Ist das nicht praktisch? Und während Joy (Jennifer Lawrence) auf der Studiobühne des TV-Senders ihr Gerät vorführt, wird sie von Neil (Bradley Cooper) vom Boden aus dirigiert, als wäre es die prächtigste Sinfonie.

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