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So frisch und frei wie früher

Das Festival in Locarno bietet dieses Jahr viel Unbekanntes und Filme aus Osteuropa. Und Actionkracher wie «Jason Bourne».

Lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher an: Das Filmfestival von Locarno.
Lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher an: Das Filmfestival von Locarno.
Urs Flueeler, Keystone

Erfinden kann man es ja nicht, ansonsten hiesse es sofort, man wolle sich nur lustig machen über den Arthouse-Film und seine unheiteren Tendenzen. Aber was da im Wettbewerb des 69. Filmfestivals von Locarno (3. bis 13. August) an Themen auf uns zukommt, das klingt nach dem ganzen Dreck der Realität: Tuberkulose im Sanatorium am Schwarzen Meer, Identitätsdiebstahl bei Demenzkranken in Bulgarien, eine Flucht aus der Ukraine nach Dortmund, wo eine Frau von ihrem eigenen Friseursalon träumt. Aber gut, so zusammengefasst, ist es tatsächlich ungerecht, denn dieses Jahr kündigt Locarno auch Lustiges und überhaupt viele frische Namen an. Einige Regisseure kehren in den Wettbewerb zurück – der argentinische Shakespeare-Verwirbler Matías Piñeiro etwa oder die Schweiz-Argentinierin Milagros Mumenthaler, die 2011 mit ihrer Elegie «Abrir puertas y ventanas» den Goldenen Leoparden gewann. Aus der Schweiz ist zudem Michael Koch mit seinem Debüt «Marija» über die Frau und ihren Friseursalon im Wettbewerb.

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