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So wird das Kinojahr 2012

Das Filmjahr 2012 bringt unter anderem einen aufgemotzten «Titanic»-Film, «The Artist» und den «Hobbit». Wieder dabei sind zudem Batman, Bond und Bourne.

2012 wieder auf der Leinwand zu sehen: Titanic.
2012 wieder auf der Leinwand zu sehen: Titanic.
Keystone

Die Liste der erfolgreichsten Filme 2011 in den USA zeigt es an: Dieses Jahr war das Jahr der Fortsetzungen. Unter den Top Fünf des US-Rankings finden sich der letzte Teil der (achtteiligen) Harry-Potter-Reihe, gefolgt von «Transformers 3», dem ersten Teil des Finales der (fünfteiligen) «Twilight»-Reihe, «The Hangover 2» und «Fluch der Karibik 4». Eigentlich hätte 2011 ja das Jahr des 3D-Films werden sollen, aber nachdem «Avatar» im Jahr davor die Zuschauer begeisterte, konnte in diesem Jahr kein 3D-Film James Camerons Produktion wirklich das Wasser reichen.

Zumindest kamen viel mehr 3D-Filme in die Kinos als noch 2010. Nach einer Auswertung der Filmförderungsanstalt (FFA) waren es 19 im ersten Halbjahr - neuere Zahlen liegen noch nicht vor. Das waren fast drei Mal so viele wie 2010. Für das erste Halbjahr 2012 sind in etwa genauso viele angekündigt, wobei zwei Filme mit besonderer Spannung erwartet werden: Martin Scorseses «Hugo Cabret», mit dem Scorsese nach eigenem Bekunden sehr gerne die nächste Berlinale (9. bis 19. Februar) eröffnen würde, und die 3D-Version von Camerons elffach oscarprämiertem Drama «Titanic».

Schwarz-weiss und stumm

Neugierig dürfen nicht nur Liebhaber des Schwarzweiss-Stummfilms auf Michel Hazanavicius' «The Artist» sein. Hauptdarsteller Jean Dujardin wurde bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet. Für die Golden Globes ist der Film sechs Mal - und damit von allen Filmen am häufigsten – nominiert. Die Golden Globes werden am 15. Januar vergeben. Sie gelten als richtungsweisend für die Oscars. Fünf Nominierungen, darunter für den besten Film, bekamen das Familiendrama «The Descendants» mit George Clooney und der Film «The Help», der zur Zeit der Bürgerrechtsbewegung in den USA spielt und auch in Deutschland schon läuft.

Bereits Anfang des Jahres kommt auch der Gewinner des Goldenen Löwen in Venedig, Alexander Sokurows «Faust», sowie Nicolas Winding Refns «Drive» ins Kino. Neben Hollywoods neuem Liebling Ryan Gosling spielen in «Drive» die Serienstars Christina Hendricks («Mad Men») und Bryan Cranston («Breaking Bad»). Im Frühjahr kommt «Shame» mit Michael Fassbender ins Kino, der für seine Darbietung in dem Film für einen Golden Globe nominiert wurde. In seiner ersten Rolle nach «Harry Potter» ist zudem Daniel Radcliffe in «Die Frau in Schwarz» zu sehen.

Ganz ohne Fortsetzungen geht es nicht

Ohne Fortsetzungen kommt auch 2012 nicht aus: Der neue «Batman» läuft an, ebenso wie der vierte Teil der «Jason Bourne»-Reihe - allerdings ohne Matt Damon -, der neue Bond-Film und der Abschluss der «Twilight»-Reihe. Kurz vor Weihnachten kommt der erste Teil von J.R.R. Tolkiens Vorgeschichte zu «Der Herr der Ringe», der wieder von Peter Jackson verfilmte «Hobbit» in die Kinos.

An deutschen Produktionen dürften vor allem die Verfilmungen von «Russendisko» und «Die Vermessung der Welt» von Interesse sein. Fans der Kult-Serie «Kir Royal» aus den 80er Jahren werden sich auf Helmut Dietls «Zettl» freuen.

Wirbel um Filmpiraten und Lars von Trier

Eine Menge Aufmerksamkeit erfuhren in diesem Jahr jene, die für Filme nichts bezahlen wollen: die Filmpiraten. Mehrere frühere Betreiber und Mitarbeiter des illegalen Internet-Filmportals Kino.to sind verurteilt worden - mitunter zu Haftstrafen.

Für Aufregung anderer Art sorgte der Regisseur Lars von Trier, der bei den Filmfestspielen in Cannes sagte, er könne Adolf Hitler verstehen und sympathisiere mit ihm. Der Däne entschuldigte sich später und sagte, er habe nur Spass gemacht. Von Trier wurde aber von dem Festival ausgeschlossen und zog für sich zumindest vorläufig die Konsequenz, keine Pressekonferenzen mehr zu geben. Das Abholen des Europäischen Filmpreises für «Melancholia» überliess er beispielsweise seiner Frau. Sie winkte dem Publikum im Auftrag ihres Mannes freundlich zu.

Ob «Melancholia» auch auf einen Oscar hoffen kann, wird sich bei der Bekanntgabe der Nominierungen am 24. Januar herausstellen. In diesem Jahr war Tom Hoopers «The King's Speech» der grosse Gewinner.

(dapd)

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