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Stumm im Völkermord

Mit «The Cut» wagt sich der deutschtürkische Regisseur Fatih Akin an ein heikles Thema: Den Völkermord an den Armeniern. Doch sein Film passt sich der offiziellen türkischen Geschichtsschreibung an.

Die mordenden «Osmanen» werden in Fatih Akins neuem Film zu ihren Taten gezwungen – offen bleibt, von wem. Foto: PD
Die mordenden «Osmanen» werden in Fatih Akins neuem Film zu ihren Taten gezwungen – offen bleibt, von wem. Foto: PD

Vielleicht kann man es als Hinweis verstehen, in welcher Liga Fatih Akins neuer Film mitspielen wollte. Im Abspann von «The Cut» findet man den Ausstatter von Spielbergs «Schindler’s List», den Maskenbildner von Roman Polanskis «The Pianist» und in einer Nebenrolle Arsinée Khanjian, die in Atom Egoyans «Ararat» die Hauptrolle spielte. Grosse Werke, Starregisseure. Doch die Verbindung zu einigen der wichtigsten Filme, die von den Tragödien des jüdischen und armenischen Volks erzählen, macht nur das Gefälle zum Film von ­Fatih Akin deutlich. Er wirkt im Vergleich so flach wie die mesopotamische Ebene, wo die Erzählung beginnt.

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