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Sündige Nonnen

Lindsay Lohan spielt im viel gelobten Film «Machete» eine frivole Nonne. In Literatur, Musik und Kino beflügeln Ordensschwestern die (männliche) Fantasie immer wieder.

Lindsay Lohan hats geschafft, man spricht wieder über sie. Zu verdanken hat sie das dem Film «Machete», der eben an den Filmfestspielen Venedig vorgestellt wurde. Darin spielt das schauspielernde Partygirl eine Nonne. Eine attraktive Nonne notabene, die mit einer Riesenknarre unterwegs ist.

Die abartige Nonne ist ein viel bemühtes Bild in der Popkultur – sorgt aber zuverlässig für Aufmerksamkeit. So stülpte sich Lady Gaga kürzlich für ihren Clip «Alejandro» ein rotes Nonnen-Kostüm aus Lack über und schluckte einen Rosenkranz. Wobei man davon ausgehen muss, dass Gaga einmal mehr bei Madonna abgekupfert hat. Die kokettierte bereits im Clip zu «Like a Prayer» mit katholischen Symbolen. «Blasphemie, um andere Menschen zu unterhalten? Das ist so billig, wie ein Komiker, der Witze über einen Furz macht», polterte Sängerin Katy Perry, nachdem sie Gagas Clip gesehen hatte. Wobei ihr entging, dass der Erfolg ihres eigenen grossen Hits «I kissed a Girl» ähnlich zustande kam: Der Bewirtschaftung von (männlichen) Lesbenfantasien.

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