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Teuflische Legos

Im heutigen Kurzfilm werden die kleinen Figuren zu aggressiven Zerstörern.

Stellen Sie sich vor: Sie tippen vorfreudig an Ihrem Laptop die letzten Sätze Ihrer Abschlussarbeit, als es plötzlich klingelt. Eigentlich müssten Sie nur noch speichern, aber Sie stehen auf und gehen kurz an die Tür. Was Sie nicht wissen: Die früher von Ihnen mit Herzblut gesammelten Legofiguren warten bereits hinter dem Laptop, um einen bösartigen Plan auszuführen.

So geschieht es im Kurzfilm «Death of a Notebook». Legofiguren lassen sich auf vergnügliche Art und Weise gewalttätig an einem Laptop aus. Die analogen Figuren wurden wohl zu lange für das digitale Spielzeug vernachlässigt. Abgrundtiefer Hass ist die Folge. Nun rasten sie aus.

Mit dem Hammer wird die «On»-Taste zerstört. Dann werden die anderen Tasten mit Schaufel und Schraubenzieher aus der Tastatur gehauen, mit Beil und Hammer das Touchpad zertrümmert und das CD-ROM-Laufwerk herausgerissen und anschliessend in Brand gesteckt. Maschinengewehre werden hervorgeholt und Löcher in den Bildschirm geballert. Der Laptop wird ausgeweidet und in seine Einzelteile gelegt. Am Ende des Geballers bleibt von dem ehemaligen Notebook nur noch Schrott übrig. «The Evil Legos» haben über das digitale Spielzeug gesiegt.

Ganz ohne Computertechnik

«Death of a Notebook» des Schweizer Regisseurs Reto Hochstrasser wurde ganz ohne Computertechnik hergestellt. Die Explosionen und Feuereffekte sind alle echt. In Handarbeit wurden die Bewegungssequenzen der Legofiguren in Einzelbildern aufgenommen. Der Kurzfilm gehört zu dem Genre des Brickfilms, der ausschliesslich Legofiguren als Protagonisten vorsieht und in den Achtzigerjahren entstand. «Death of a Notebook» war mit 138'000 Klicks ein weltweiter viraler Online-Video-Hit unter den Brickfilmen. Er lief letzte Woche in Wien am Independent-Shorts-Festival.

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