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Tod von Seymour Hoffman – Heroin gefunden

Vor acht Jahren bekam er den Oscar für seine Rolle in «Capote». Nun wurde der 46-jährige Philip Seymour Hoffman tot mit einer Nadel im Arm in seiner New Yorker Wohnung gefunden.

Todesursache geklärt: Philip Seymor Hoffman starb an einer hochgradigen Vergiftung. (Archivbild)
Todesursache geklärt: Philip Seymor Hoffman starb an einer hochgradigen Vergiftung. (Archivbild)
Keystone
Robert Vineberg wurde ebenfalls verhaftet und gilt als Hauptdealer. (5. Februar 2014)
Robert Vineberg wurde ebenfalls verhaftet und gilt als Hauptdealer. (5. Februar 2014)
Steven Hirsch, Reuters
Für seine Rolle als Truman Capote im gleichnamigen Film: Oscarpreisträger Philip Seymour Hoffman. (5. März 2006)
Für seine Rolle als Truman Capote im gleichnamigen Film: Oscarpreisträger Philip Seymour Hoffman. (5. März 2006)
Robyn Beck, AFP
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Rauschgift gilt als wahrscheinliche Ursache des plötzlichen Todes von Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman. Dies berichtete die «New York Times». Der 46-Jährige sei mit einer Spritze im linken Arm entdeckt worden.

Neben dem leblosen Körper seien Umschläge gefunden worden, «mit einer Substanz, die offensichtlich Heroin war», schreibt das Blatt unter Berufung auf Polizeiquellen. Eine Obduktion sollte heute für Klarheit sorgen. Der US-Schauspieler Philip Seymour Hoffman war gestern im Alter von 46 Jahren gestorben. Der Oscar-Preisträger wurde nach Polizeiangaben in seiner Wohnung im New Yorker Stadtteil Manhattan tot aufgefunden. Er sei vermutlich an einer Drogenüberdosis gestorben, erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus Ermittlerkreisen.

In der Wohnung des 46-jährigen Oscar-Preisträgers in Manhattan seien Pergamentpapier-Umschläge gefunden worden, in denen vermutlich Heroin gewesen sei. Diese Beweisemittel würden noch genau untersucht, hiess es. Hoffman sei von einem Freund leblos aufgefunden worden, der die Polizei gerufen habe. Amtliche Angaben über die Todesursache des 46-jährigen Oscar-Preisträgers wurden zunächst nicht gemacht.

«Plötzlich und tragisch»

Hoffman hatte offen über seine Drogenprobleme gesprochen. Im vergangenen Jahr sagte er in Interviews, nach 23 Jahren ohne Drogen habe er wieder ein Heroin-Problem entwickelt, das zu einem Aufenthalt in einer Reha geführt habe. Hoffmans Familie bezeichnete seinen Tod als «plötzlich und tragisch». «Wir sind untröstlich über den Verlust unseres geliebten Phil und danken für die Liebe und Unterstützung, die wir von allen erhalten haben», hiess es in einer Erklärung.

Auch unter Freunden und Kollegen löste die Todesnachricht Bestürzung aus: «Oh No!», twitterte die Schauspielerin Mia Farrow. Hoffman sei einer der wunderbarsten Männer und grossartigsten Schauspieler gewesen, so die 68-Jährige. Kollege Elijah Wood schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, sein Herz sei gebrochen und er sei geschockt. «Welch grosser Verlust», so Wood.

Einer der herausragenden Schauspieler

Kurz nach 11 Uhr (Ortszeit) sei ein Anruf eingegangen, sagte ein Polizist laut der Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei habe sich anschliessend zu der Wohnung im West Village begeben.

Gemäss der Zeitung «Wall Street Journal», die als erste den Tod vermeldete, fand ein Drehbuchautor den Schauspieler mit einer Nadel im Arm in dessen Badezimmer. Auch die «New York Post» schrieb von der Nadel im Arm und einer Überdosis Drogen. Das Blatt berief sich auf die Polizei. Nach Medienberichten war Hoffman im vergangenen Mai in einer Entzugsklinik.

Der im Juli 1967 im Bundesstaat New York geborene Hoffman galt als einer der herausragenden Schauspieler seiner Generation. Für seine Rolle als Schriftsteller Truman Capote im Film «Capote» erhielt er 2006 einen Golden Globe und den Oscar als bester Schauspieler. Wegen einer Verletzung verschlug es den jungen Philip Hoffman, der den Namen seines Grossvaters Seymour später selbst als Teil seines Namens wählte, auf die Schultheaterbühne - zuvor war er ein begeisterter Sportler gewesen.

Hoffman stahl den Kollegen die Show

An der Universität von New York schloss er 1989 ein Schauspielstudium ab, obwohl er eine Weile mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen hatte. 1991 startete Hoffman seine Leinwandkarriere in dem Independent-Film «Triple Bogey on a Par Five Hole».

In «Boogie Nights» von Paul Thomas Anderson spielte er 1997 an der Seite von Mark Wahlberg und wurde einem breiteren Publikum bekannt. Ein Jahr später war Hoffman in «The Big Lebowski» der Coen-Brüder zu sehen.

Meist übernahm er Nebenrollen, doch stahl er dabei nicht selten den Stars die Show - wie in «Der talentierte Mr Ripley» mit Matt Damon, Gwyneth Paltrow und Jude Law. Zu seinen jüngsten Filmen zählte «Die Tribute von Panem: Catching Fire». Neben seiner Filmkarriere spielte er weiterhin regelmässig Theater.

sda/AP/ajk/chk

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