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Torschlusspanik im Café

Wie fühlen sich Frauen, wenn sie das Leben stehen lässt? Darüber reflektiert der heutige Kurzfilm.

Mit manchen meint es das Leben eben besser: «Reise nach Jerusalem».

Wären sie doch Ärztinnen geworden, dann könnten sie jetzt richtig «abcashen». Aber Emma hat Fotografie und Gloria Jura studiert. Und mit der jetzigen Gesamtsituation ist keine von beiden zufrieden. Nur der blonden Frau mit dem Kinderwagen, der geht es zum Glück noch ein wenig schlechter. Oder?

Vom Gefühl, wenn einen das Leben stehend zurücklässt, während alle einen Sitzplatz haben – so wie im Spiel «Reise nach Jerusalem» –, davon erzählt der gleichnamige Kurzfilm von Monica Amgwerd. Die Torschlusspanik, der Gesellschaftsdruck. Da sind es die kleinen Momente, die das Leben aufhellen: Die Toilette im Strassencafé wird zum Sehnsuchtsort, wo sich Gloria zum kühlen Electropop von The Knife mit dem Pullover einen Babybauch formt. Der Barista ist eigentlich auch noch süss. Und am schönsten ist doch, wenn sich der Cappuccino mit dem Milchschaum vermischt.

Monica Amgwerd hat «Reise nach Jerusalem» ursprünglich als Pilotfolge einer Serie gedreht. Die 29-jährige Zugerin hat Germanistik, Schauspiel und Film in Zürich und New York studiert. Ihr Kurzfilm lief bereits an einigen europäischen Festivals.

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