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Vom Freitod eines Schriftstellers

Im brasilianischen Exil arbeitete Stefan Zweig an seinen Büchern – bis er sich 1942 das Leben nahm. Ein Film von Maria Schrader erzählt in Locarno davon.

Christoph Schneider
«Wie soll man das aushalten?» Josef Hader spielt einen Stefan Zweig, der sich in angenehmer Verschollenheit verliert. Foto: PD
«Wie soll man das aushalten?» Josef Hader spielt einen Stefan Zweig, der sich in angenehmer Verschollenheit verliert. Foto: PD

Warum sich der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig umbrachte am 22. Februar 1942 im brasilianischen Petropolis, das ein wenig aussah wie Bad Ischl, und warum er nicht älter werden wollte als sechzig, obwohl noch viel von ihm erwartet wurde, das war nie leicht verständlich. Auch der fein in dieser Emigrantenbiografie sondierende Spielfilm «Vor der Morgenröte» von Maria Schrader bleibt da im Schwebezustand der begründeten Vermutung, wie man es nennen könnte. Ein materieller Grund für eine nachtschwarze Verzweiflung schien nicht vorhanden.

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