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Von der Revolution zum Waschküchenschlüssel

Immer wieder verlangt die Kritik vom Schweizer Film mehr Haltung. In den Dokumentarfilmen an den 49. Solothurner Filmtagen zeigt sie sich auf vielfältige Weise.

Zwischen Protest und Kriminalität: «Mon père, la révolution et moi» (Regie: Ufuk Emiroglu).
Zwischen Protest und Kriminalität: «Mon père, la révolution et moi» (Regie: Ufuk Emiroglu).
PD

Es ist während der Filmtage ja stets der ewige Kreislauf der Ansprüche zu spüren und die alt-neue Lust an der Definition, was der Schweizer Film sei in seinem Wesen, was er solle und müsse, als Geschäft und moralischer Kompass. Dazu sind die Solothurner Filmtage geradezu erfunden worden.

Aber je älter sie werden (und viele Besucher mit ihnen), desto geschmierter läufts natürlich mit dem Einschlagen von Definitionspflöcken. Die Rhetorik des Anspruchstellens wurde etwas mechanisch. Man hat das in den letzten Jahren sehr schön beobachten können: Die Forderung nach Mut und «Haltung» und die Klage über ihren Mangel waren immer; und von da kam man gern auf den Begriff von der «Universalität des Eigenen» beziehungsweise auf die Frage, wie es «der» Schweizer Film mit der Welt halten solle.

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