Wann kippt ein Land?

Der Aufstieg der AfD wurde kulturell vorbereitet. Publizist Georg Diez analysiert zentrale Debatten und Filme, die dazu beitrugen.

Deutschland 2018: AfD-Anhänger demonstrieren in Chemnitz. Foto: Keystone

Deutschland 2018: AfD-Anhänger demonstrieren in Chemnitz. Foto: Keystone

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Die Kultur war, wieder einmal, zum Schlachtfeld geworden, und das war vor allem deshalb ein Problem, weil damit der Irrationalität der Weg geebnet wurde – einer Irrationalität, die immer schon in Gesellschaften vorhanden ist, aber gebunden, die meiste Zeit, in Institutionen oder Traditionen. Konträr also zur Sphäre der Politik, die gerade nicht von Sitten, Gebräuchen, Empfindungen, Kränkungen handelt, sondern den abstrakten Rahmen dafür schafft, wie eine Gesellschaft funktionieren soll, die, wenn sie demokratisch ist, das Gute ermöglicht für viele Menschen, für die Mehrheit, besonders aber für die Minderheit, denn der Schutz der Minderheit oder, besser, der Minderheiten im Plural ist ein wesentliches Element der Demokratie, wenn sie liberal sein soll. Was aber diese Liberalität ist, das wurde ständig und hektisch und laut verhandelt in diesen Jahren, die so aggressiv und erbittert wurden, dass Freundschaften zerbrachen und sich Lebenswege änderten, dass sich manche so zeigten, wie sie wohl immer waren, hart und hasserfüllt, nur versteckt in den Verhältnissen, und andere sich wandelten, weil sie nicht verharren wollten im Stadium der Unentschiedenheit.

Die politischen Verschiebungen, die in dem Jahrzehnt zwischen 2008 und 2018 passierten, wurden vorbereitet auf dem Gebiet der Kultur, und wenn man zurückschaut, dann erkennt man die Gegenwart, so zerrissen, wie sie ist, in den Auseinandersetzungen, die scheinbar disparat waren, ein Aufflackern oft nur von Worten, die vorher nicht gesagt worden waren, von Haltungen, die vorher nicht geduldet wurden, weil es, so schien es, eine Einigung darüber gab, was die Grundlage von Demokratie und Menschenwürde ist, und eine Verständigung darüber, was die Schuld der Deutschen war und was die Verantwortung aus der Geschichte. Die Kultur wurde das Testfeld für politische Veränderungen, das Ziel war es, Feindbilder zu schaffen, Polarisierung zu betreiben, die Aufklärung abzuwickeln.

Die Rechte war damit ganz nah beim Linken Antonio Gramsci, der in den 1920er- und 1930er-Jahren aus dem Gefängnis heraus sein Konzept der kulturellen Hegemonie beschrieb, dass politische Veränderungen also auf dem Gebiet der Kultur vorbereitet und ermöglicht werden – und so sah es etwa auch Andrew Breitbart, der Gründer der Internetpublikation «Breitbart News», die instrumentell war nicht nur für die Wahl von Donald Trump: «Politics is downstream from culture.»

Wissen Symbole und Slogans zu nutzen: In Rostock war das Motto der Kundgebung «Für unser Land und unsere Kinder». Foto: Keystone

Es wäre dabei weit zu kurz gegriffen, die gesellschaftliche Revolte von rechts auf diese Marionette zu reduzieren, die Donald Trump letztlich ist – es geht um einen sehr viel grundsätzlicheren Angriff auf die Demokratie, wie sie sich in den vergangenen 250 Jahren entwickelt hat: Eine «Dekonstruktion des administrativen Staates», so hat Stephen Bannon es genannt, der sichtbarste Kulturkrieger dieser mit viel Geld geförderten Kampagne, die im Wesen und hinsichtlich der Themen nicht beschränkt ist auf die USA, sondern sehr klare Verbindungen hat zu den symbolischen Schlachten auf kulturellem Gebiet, wie sie in anderen Teilen der Welt stattfinden und auch in Deutschland (oder der Schweiz).

Das Ziel ist, Islamophobie, Homophobie, die Stigmatisierung jeder Art von geschlechtlicher oder sexueller Abweichung von einer vermeintlichen Norm oder ganz einfach Rassismus in der Mitte der Gesellschaft wachzurufen, wobei der Begriff «Mitte» an sich fragwürdig ist genauso wie der Begriff «Ränder», weil es die Mitte ist, die sich so definiert und wertet und die Ränder mit einer Art von Malus versieht, während genau die Themen, die die sogenannten Ränder in die Debatte bringen, die Themen sind, die auch die Radikalisierung der Mitte verstärken, Ursache und Wirkung sind hier schwer zu verorten.

Gebildeter Egoismus

Die Kultur jedenfalls war Schauplatz und Werkzeug, gesellschaftliche und schliesslich politische Veränderungen anzuschieben, auszutesten, voranzutreiben, zu verschärfen. Die Kultur, im weitesten Sinn, war der Weg, mehr Härte, Verachtung, Egoismus, Kälte in die Gesellschaft zu schmuggeln, und selbst kleine Verschiebungen, selbst scheinbar lächerliche Invektiven, selbst – oder gerade – die redundanteste Wiederholung von Begriffen wie dem der politischen Korrektheit entwickelten ihre toxische Wirkung langsam und nach und nach, und wenn die Folgen sichtbar wurden, erinnerte sich kaum jemand in dieser digitalen Amnesie mehr an den Ursprung, an den Anfang, als sie noch weggeschaut hatten, gelächelt hatten, sich um ihr eigenes Ego oder ihren Vorgarten gekümmert hatten.

Es schien, das nur als ein Beispiel, im Januar 2013 noch sehr weit weg und ein wenig lächerlich, wie etwa der frühere Literaturchef der «Zeit», Ulrich Greiner, alles dafür tat, um das Wort «Neger» vor dem Zugriff der Vernunft oder den gesellschaftlichen Veränderungen zum Guten zu retten. Greiner und die «Zeit» fanden es besonders wichtig, eine Titelgeschichte zu schreiben zum Thema «Kinder, das sind keine Neger!» Es ging um das Kinderbuch «Die kleine Hexe» von Otfried Preussler, und als dessen Verlag verkündete, dass die neue Ausgabe farbig sein und dass es ein paar Änderungen geben werde, das Wort «Neger» zum Beispiel sollte ersetzt werden – da zeigte das deutsche Feuilleton weit über die «Zeit» hinaus eine seltsame Liebe und Verbundenheit zu diesem Wort, «Neger», das ihnen sehr schützenswert erschien, in etwa wie die Altstadt von Bamberg oder das Elbtal bei Dresden.

Wollte wachrütteln: Das Titelblatt der «Zeit» vom 13. Januar 2013. Foto: «Die Zeit»

Eigentlich, könnte man denken, ist es eine ganz normale Sache, die Sprache verändert sich, wie sich die Gesellschaft verändert, und ein Wort, das viele verletzt und aus einer Zeit stammt, als die freundlichen, rassistischen Nachkriegsdeutschen von «Itakern» sprachen oder von «Spaghettifressern» oder von «Kümmeltürken», sollte nun nicht besondere Freunde finden – aber diese Vermutung war falsch, genauso falsch wie die Vermutung, dass im Bereich der Kultur die Menschen besonders sensibel wären für Kränkungen oder die Schönheit des menschlichen Zusammenlebens oder die Rücksicht auf andere Menschen oder andere Sichtweisen. Im Gegenteil, der gebildete Egoismus wurde hier vorangetrieben, und weil dieser Egoismus, dieses Beharren, an einem Kinderbuch abgehandelt wurde, wurde die grundsätzliche Attacke auf die Fundamente der demokratischen Freiheiten verschleiert.

Ulrich Greiner berichtete dann fünf Jahre später über die «Erklärung 2018», in der eine Phalanx feuilletonistischer Feuerteufel das Ressentiment gegen Geflüchtete und ihren Rassismus als Sorge um das Land deklarierte; was als privat anmutende Paranoia begonnen hatte, wurde zum politischen Phänomen, das den Aufstieg der AfD begleitete und beförderte. «Wie anders als Zensur oder Fälschung soll man das nennen», so galoppierte Greiner in seinem Text voran, der ganz grundsätzlich und bebend auf Artikel 5 des Grundgesetzes verwies, der die Meinungsfreiheit sichert und Zensur verbietet – es war ein Vorgehen, das wie vieles in dieser rechtsdrehenden Diskussion aus den USA übernommen wurde, dass die Liberalen auf ihrem eigenen Feld geschlagen werden sollten und jede inhaltliche Debatte in eine formal-rechtliche überführt wurde, weil damit die Liberalen oder die Linken in eine Defensive gebracht wurden, aus der sie sich nur schlecht befreien konnten.

Ist die Meinungsfreiheit eingeschränkt?

Die Debatte über Meinungsfreiheit wurde, unter anderen Vorzeichen und Umständen als in den USA, auch in Deutschland vor allem von rechts geführt, was in vielen Fällen absurd war, weil nichts so sehr die vorhandene Meinungsfreiheit zeigte wie das Gejammer darüber, dass diese eingeschränkt sei, etwa für Thilo Sarrazin, der seinen Millionen-Bestseller «Deutschland schafft sich ab» 2010 mit Vorabdruck im «Spiegel» inszenieren durfte und dann in viele Talkshows eingeladen wurde. Aber das war und blieb das Muster dieser Debatten, dass sich die als Opfer stilisierten, die andere zu Opfern machten, indem sie sie beleidigten und diskriminierten – Sarrazin etwa, der mit seinem biologistischen und rassistischen Traktat eine Zäsur setzte, das Land veränderte und das Menschenunwürdige wieder möglich machte, das Denken von völkischer Überlegenheit, muslimischer Unterlegenheit und der Bedrohung Deutschlands durch die gebärfreudigen «Kopftuchmädchen», ein Rassismus, der wieder politisches Programm werden würde bei der AfD und versteckter auch bei ziemlich allen anderen Parteien.

Wer sollte im Fall der «Kleinen Hexe» oder «Pippi Langstrumpf» und dem «Negerkönig» eigentlich der Zensor sein?

Es waren im Grunde immer die gleichen Versatzstücke der Diskussion, wie sie etwa im Streit über das Wort «Neger» eingeübt worden waren: das laute Rufen nach Meinungsfreiheit, die Konstruktion einer Bedrohung, die Stilisierung als Opfer – es ist diese weinerliche Mischung, die das rechte Ressentiment bis ins Parlament gebracht hat, und die Erfolge der AfD sind direkt vorbereitet worden von Feuilletonisten, die aus Einzelfällen einen gesellschaftlichen Grosstrend konstruierten und damit gerade jene in die Ecke stellten, die den wahren gesellschaftlichen Grosstrend benannten, einen systemischen Rassismus, der niemals fort war und sich besonders deutlich in der Sprache zeigt.

Wer also sollte etwa im Fall der «Kleinen Hexe» oder – auch dieser Fall wurde laut diskutiert – von Astrid Lindgrens «Pippi Langstrumpf» und dem «Negerkönig» eigentlich der Zensor sein? Dazu wäre ja ein Zwang nötig, eine Institution, eine Macht. Woher aber sollte das wohl kommen? Der Verlag hatte sich ja frei entschieden. Aber den Zwang konstruiert sich der Paranoiker zur Not auch selbst – in ihrem Kern ist die denunziatorische Rede von der «politischen Korrektheit» aber nicht nur paranoid, sondern ein ziemlich perfides Mittel, um den öffentlichen Diskurs durch Scheingefechte und symbolisches Aufschreien in eine bestimmte, rechte Richtung zu bringen, was in den vergangenen Jahren auch gut gelungen ist.

Im Grunde war es Greiner selbst, der den Zwang erzeugte, wie überhaupt viele der Verfechter einer vorgeblichen Freiheit der Rede oder der Kunst ein eingeschränktes Verständnis von Toleranz haben, wenn es um ihre eigenen Befindlichkeiten geht. Und als Greiner dann auch noch an Mekonnen Mesghena, der aus Eritrea geflüchtet war und die ganze Sache ins Rollen gebracht hatte, den belehrenden Satz schickte: «Er möge bedenken, dass alles Geschriebene dem Gesetz sprachlichen Altwerdens unterliege» – da etablierte er den Ton, die Kälte, die Empathielosigkeit, das Beharren auf das Eigene, das auch so viele der folgenden politischen Diskussionen prägen sollte. Ob er denn gar nicht sehe, so schrieb Greiner an Mesghena, der damals für die Heinrich-Böll-Stiftung arbeitete, dass die von ihm monierten Bücher in der Lesebiografie deutscher Kinder, die heute oftmals erwachsen seien, eine wichtige Rolle gespielt hätten und dass man ihnen nicht die Erinnerung stehlen dürfe – als ob diese Erinnerung ernsthaft an dem Wort «Neger» hängen würde.

Es ging aber auch um etwas ganz anderes. Es ging Greiner darum, die Haltung einer Mehrheit zu formulieren, die sich weigert, auf die Bedürfnisse einer Minderheit zu hören. Das ist der Kern der Argumentation von Greiner, der die Toleranz, die so ein wesentlicher Teil einer menschlichen Gesellschaft ist, durch das Beharren auf die eigene Sichtweise ersetzte. Es sei doch «sonnenklar», schrieb er, «dass Pippis ‹Neger› nichts anderes sind als eine haltlos-unschuldige Spielerei mit jenem Phantasma des naiven Naturvolks, das schon Gauguin umgetrieben hat.»

Nein. Unschuldig war es nicht, und unschuldig war auch nicht, was daraus gemacht wurde. Das Phantasma, das sich hier schon andeutete und mehr und mehr zur Realität wurde, war das Phantasma einer bedrohten Nation, die andere ausgrenzte, weil es zur Selbsterhaltung notwendig war, eine gesellschaftliche Verengung, die man als Vorform des Faschismus sehen kann, weil die Nation, so geht die weitere Logik, als bedrohte Form über allen anderen Interessen steht, Schutz der Menschenrechte etwa oder Meinungsfreiheit. Diese Konsequenz allerdings war anfänglich nicht so klar zu sehen, sie war auch nicht in jedem einzelnen dieser sich an immer neuen Fragen entzündenden Konflikte zu thematisieren. Es war die Abfolge dieser Kleindebatten, was ein Klima setzte, das es möglich machte, dass ein paar Jahre danach eine Abgeordnete der AfD einem Deutschtürken den Pass entziehen wollte. Die Anfänge waren oft scheinbar lächerlich, das Resultat war eine ständige Schwächung und Aushöhlung demokratischer Werte und humaner Praxis. Es war die Verbindung von Diskursverschiebungen mit Debatten wie der um die Thesen von Thilo Sarrazin, die öffentlich auf breite Ablehnung stiessen, aber dennoch ihre Wirkung taten und auf dem Umweg von ein paar Jahren wieder in die Diskussion fanden, durch Worte wie «Kopftuchmädchen» etwa, die später auch von der AfD-Abgeordneten Alice Weidel verwendet wurden.

 Es war ein Klassenkampf, den die NSU stellvertretend ausgetragen hatte, zwischen den sozial Deklassierten, den Säufern und den Sofahockern.

Es war ein bürgerlich gefasster Rassismus, wenn diese Beschreibung überhaupt Sinn macht, der überlagert wurde von einem mörderischen Rassismus, wie ihn der selbst ernannte Nationalsozialistische Untergrund symbolisiert, der zwischen 1999 und 2011 mindestens neun Migranten und eine Polizistin ermordete, die schlimmste Terrorkampagne des wiedervereinigten Deutschlands, die auch deshalb so schockierend war, weil sie den Blick öffnete auf staatliche Institutionen, die sich entweder der demokratischen Kontrolle entzogen oder selbst geprägt waren durch rassistische Stereotypen. Die Verbindung von beidem ist ein relevantes und markantes Zeichen für diese Zeit.

Der Prozess gegen Beate Zschäpe, die einzige Überlebende des NSU-Terrortrios, begann am 6. Mai 2013 und erstreckte sich über mehr als fünf Jahre, parallel zur generellen Rechtsverschiebung in diesem Land, bis zum Urteil im Juli 2018, lebenslang für Zschäpe – und es blieb nicht nur unbefriedigend, wie wenig klar wurde über die tieferen Verbindungen des NSU, über Helfer und Strukturen, es zeigte sich vor allem das Bild eines rechthaberischen, thilosarrazinhaften «Man wird doch noch sagen dürfen»-Landes, das sich weigerte, seiner Wirklichkeit ins Auge zu schauen – jenes Milieu etwa, in dem sich das NSU-Trio versteckte, ein Milieu von vom Leben oder von Männern verprügelten Frauen, von Likörchen, Zigaretten und Selbstzerstörung, ein Milieu, das von nun an zum deutschen Terrorinventar gehörte wie früher mal der bildungsbürgerliche Lehrer zum RAF-Milieu: Es war ein Klassenkampf, den die NSU stellvertretend ausgetragen hatte, zwischen den sozial Deklassierten, den Säufern, den Sofahockern auf der einen Seite und den Frühaufstehern, den Selbstständigen, den Ehrgeizigen auf der anderen Seite – fast alle NSU-Opfer waren Kleinunternehmer mit eigenem Laden, Kiosk, Betrieb, die einfach anders aussahen und anders hiessen.

Alle haben doch im Krieg gelitten

Sie wollten es schaffen in diesem Land, das ihnen Hoffnung gab und Heimat – es war damit auch eine Mordserie gegen das, was mit dem Begriff der Integration verbunden ist, also die Vorstellung davon, dass ein Deutschland möglich ist, das sich nicht danach organisiert, wo jemand geboren ist, sondern danach, was jemand tut. Insofern wäre der NSU-Prozess eine Chance gewesen, einen anderen Blick auf die ewige Frage zu werfen, was es heisst, ein Deutscher zu sein, und ein paar neue Antworten zu finden. Es ging mal wieder um viel mehr als um die Frage nach juristischer Schuld. Es ging um die Frage, wer wir sind und wer wir sein wollen, es ging um die Frage, wie wir übereinander reden und wie wir uns für die Geschichten und das Leben der anderen interessieren, es ging um die Frage nach diesem grossen, schwierigen Wir, das ein- und ausgrenzt, es ging auf ganz andere Art und Weise als bei Nico Hofmann um die Frage, wer «unsere Mütter, unsere Väter» sind, so hiess der in vielem symptomatische Dreiteiler, der im Frühjahr 2013 im ZDF zu sehen war.

Diese Zusammenfassung wurde zum Ende des NSU-Prozesses erstellt: Der Deutsche Fernsehsender «Das Erste» berichtet über ein mutmassliches Netzwerk des NSU-Terrortrios. Video: Youtube/ Das Erste – MDR Investigativ

«Unsere Mütter, unsere Väter» war die grosse nationale Aufgabe zur Selbstfindung, es war irgendwie staatsbürgerliche Pflicht, und «Bild» zeigte die Schlüsselszenen und brüllte einen an: Waren wir wirklich so schlimm?! Wow! Es war ein seltsam pornografisches Grauensspektakel mit Authentizitätsgruseln: So war es wirklich! Das hast du noch nie gesehen! Nicht in Farbe und nicht um Viertel nach acht! Der Krieg war grausam! Deutsche haben Juden erschossen, einfach so! Deutsche haben Partisanen erschossen, ohne Mitleid! Deutsche haben Schreckliches getan, denn der Krieg macht das Schlechteste aus den Menschen! Und der Satz, auf den alles hinauslief, war: «Täter sind Opfer, und Opfer sind Täter.»

Der Produzent von «Unsere Mütter, unsere Väter», Nico Hofmann, hatte schon vorab gefordert, man müsse in Deutschland endlich mit der «unglaublichen Schuld-Sühne-Pädagogik» Schluss machen, so sagte er es im Gespräch mit der «Zeit», um zu zeigen, wie «fehlgeleitet unsere historische Aufklärungsarbeit gewirkt hat», um zu erklären, dass die Gründung der Bundesrepublik «unter einer unfassbaren Komplettverdrängung» stattfand, und damit meinte er natürlich nicht den Mord an den Juden, sondern die «unmittelbar persönlichen Erfahrungen und Emotionen der Deutschen».

Der Film selbst erzählte eher holzschnittartig und in Stereotypen: Da war die Sängerin im immer gleichen Negligé, da war die Krankenschwester mit der immer gleichen Haube, da war der Jude, der Schneider war, da waren die Brüder, von denen einer gut war und gebildet und der andere bereit, zu dienen und zu führen. «Wir waren fünf», sagten sie immer wieder und zeigten dieses Foto, damit wir es auch nicht vergassen, «fünf Freunde», sie hatten Träume und Hoffnungen, es war 1941, das Jahr acht also der Hitler-Herrschaft – der «Führer» selbst war in dem Film einerseits angenehm abwesend, weil man sich nicht das angestrengte Gehitler eines Schauspielers anschauen musste, andererseits fehlten bei dieser Beschränkung auf die Jahre 1941 bis 1945 und auf die Kriegserfahrung doch die wesentlichen Elemente, die hätten zeigen können, wie Menschen verführt wurden oder gar nicht verführt werden mussten, weil sie gut waren oder schwach oder schlecht, was in diesem Fall hiess: antisemitisch, nationalistisch, habgierig. Das Vorher aber interessierte Hofmann nicht, nicht das System, nicht der Fanatismus und wie er entstanden war, und im Grunde waren sogar der Krieg, die Euphorie, die Geilheit, das Gehorchen, der Opportunismus, der Karrierismus, das Denunzieren, das Frieren und Schiessen und Morden und das Hinabgleiten ins Grauen, in die Bestialität, bis zur Selbstverleugnung, bis zum Selbstverlust, bis zum Desertieren – im Grunde also waren die ganzen viereinhalb Stunden einerseits nur grosses Erschaudern und andererseits das Vorspiel für das, was ihn wirklich interessierte: die «Diskussionen», wie er es nannte, die «persönlichen Geschichten», mit Rechten reden.

Der Produzent der Serie, Nico Hofmann, forderte ein Umdenken der Opfer-Täter-Wahrnehmung: Trailer zu «Unsere Mütter, unsere Väter». Video: Youtube

Es war also, und vielleicht kann das in diesem Land auch nie anders sein: ein volkspädagogisches Projekt. Bildung hatte uns nicht beschützt vor dem Bösen, das überraschte uns noch immer, Erziehung sollte aber in Zukunft verhindern, dass so was nochmals passiert. Deshalb war so ein Film auch gleich eine nationale Aufgabe und nie einfach ein Film, den man sich anschaute oder nicht, den man mochte, oder den man nicht mochte, weil die Figuren am Ende doch keine richtigen Figuren waren, sondern Belege für die These: Wir wissen nicht, wie wir uns verhalten hätten, und deshalb sollten wir nicht urteilen. Der Historiker Arnulf Baring als der rechte und revisionistische Zausel durfte dann in der Talkshow von Markus Lanz sagen, das Grossartige an dem Film sei gerade, dass «die ganze Teilung, von der wir seit Jahrzehnten reden, nämlich zwischen Opfern und Tätern, dass die nicht hinhaut».

Die Rechnung der Opfer

Für die Opfer, kann man sagen, hat sie durchaus hingehauen, die Einteilung, sie bezahlten mit Leben, millionenfach. Die stickige, relativistische Weltsicht war das, was blieb von Nico Hofmanns Versuch, den Aufklärungsschub von 1968 einfach zu ignorieren und damit einen konservativen Konsens herbeizuzaubern und das, was dort verhandelt wurde, für unsere Zeit einfach nochmals neu zu verhandeln, dieses Mal im Wabergewand des Verstehens. Und genau das war auch das Programm eines der weltweit erfolgreichsten deutschen Schriftsteller, Bernhard Schlink, dessen Roman «Der Vorleser» im Grunde kein Roman war, sondern der Versuch, zwei Figuren so durch eine Geschichte zu bugsieren, dass am Ende herauskommt: Wir Deutschen haben vielleicht sechs Millionen Juden umgebracht, das heisst aber noch lange nicht, dass wir schlechte Menschen sind. Denn alle Menschen sind ja schlecht. Oder alle Menschen sind schwach. Oder alle Menschen sind gut. Oder alle Menschen sind Menschen.

Schlink mag diesen argumentativen Kreisverkehr. Er mag es, wenn die Begriffe sich so lange um sich selbst drehen, bis sie unscharf werden. So funktioniert seine Rhetorik, so baut er seine Entschuldigungslogik. Schlink bleibt eben als Schriftsteller immer Jurist. Er hat sich dafür entschieden, die Vergangenheit zu verteidigen. «Geschichte lehrt keine Rezepte», schrieb er 2011 in einem Aufsatz im «Merkur». «Sie lehrt, dass alles schon anders war und dass alles auch anders sein kann. Sie lehrt, am Anderssein der Vergangenheit einen Sinn für das zu entwickeln, was in der Gegenwart anders sein kann und in der Zukunft anders sein wird, und dafür, was in altem und neuem Gewand wiederkehrt. Sie lehrt das Leben mit Alternativen», so Schlink weiter, «sie lädt dazu ein, die Welt verschieden zu interpretieren, sie utopisch neu zu entwerfen und sie zu verändern.» Und was hiess das jetzt bitte genau für den Kommunisten im KZ, für den Juden im Ghetto, für den Soldaten an der Front, dieses «Leben mit Alternativen»? «Gewiss», dozierte Professor Schlink weiter, «im Rückblick scheint es immer einen Moment zu geben, in dem couragiertes moralisches Verhalten vieler das Verhängnis verhindern kann. Aber wann ist der Moment? Und was, wenn nicht viele bereit sind, sondern nur wenige? Oder wenn man nicht weiss, ob auch andere bereit sind oder man allein bleibt?»

Hanna wurde angeklagt, weil sie während der Nazizeit Häftlinge in eine Kirche gesperrt haben sollte, in der sie dann verbrannten.

Ja was eigentlich? So ist das manchmal im Leben. Dafür hat man Prinzipien, Kriterien, Einstellungen, Haltungen. Man entscheidet sich. Oder man entscheidet sich nicht. Man kommt ins KZ. Oder wird nach dem Krieg Ministerpräsident. Das eine nennt man Widerstand. Das andere Feigheit. Es zwingt einen niemand, mutig zu sein. Es ist aber auch nicht alles so kompliziert, wie Schlink es darstellen wollte. Wenn er so tat, als habe man zwischen 1933 und 1945 nicht wissen können, was richtig und was falsch war, und das war letztlich der relativistische Tenor seines Textes, dann war das jedenfalls eine sehr schwache Position, um die «Kultur des Denunziatorischen», wie er das nennt, zu kritisieren. Wovor er warnte: Die Gegenwart erhebt sich über die Vergangenheit, und die Lebenden erheben sich über die Toten. Das war auch schon das Grundmotiv im «Vorleser»: Die sexy Hanna wurde da angeklagt, weil sie während der Nazizeit Häftlinge in eine Kirche gesperrt haben sollte, in der sie dann verbrannten. «Auch das Gericht konnte nicht Rechenschaft von mir fordern», sagt sie am Ende ihres Lebens. «Aber die Toten können es. Sie verstehen.»

Man soll, so Schlink, die Geschichte nicht mit den moralischen Massstäben von heute beurteilen. Als ob Mord nicht immer Mord ist, Lüge nicht immer Lüge, Verrat nicht immer Verrat. Aber Schlinks Denken passte eben sehr gut in ein Land, das sich wieder gut mit sich fühlte. Sein Werk könnte die Überschrift tragen: Kultur des Opportunismus. Was man auch Günter Grass vorwerfen konnte, als er 2013 erst mal allen eine Lektion erteilte in Sachen Weltfrieden, Wahrheit und Gerechtigkeit und dann denen, die ihn kritisierten, entgegenwarf: Schweigt, was wisst ihr denn? Ihr seid ja noch nicht mal 40 Jahre alt, ihr wart nicht dabei, als ich in die Waffen-SS eingetreten bin, ihr kennt doch weder Leiden, Krieg noch Tränen. Es gibt, sagte Grass, keinen höheren moralischen Standpunkt, nach dem man persönliches Verhalten beurteilen kann, es gab im Grunde auch keine abstrakten Regeln, es gab keine Massstäbe, die dem historischen Kontext enthoben sind.

Basiert auf dem Roman des deutschen Schriftstellers Bernhard Schlink aus dem Jahr 1995: Der Trailer zu «Der Vorlser». Video: Youtube

Er selbst tat dann aber genau dies, in einem auch wieder sehr symptomatischen Gedicht, das eine weitere Schlüsselfrage der alten BRD betraf und damit auch einen wesentlichen Punkt des neuen, sich verändernden Deutschland: Was ist Antisemitismus, was ist die historische Schuld der Deutschen, und was ist die Konsequenz daraus für die Gegenwart? Günter Grass jedenfalls urteilte über das Israel von heute, ohne sich einzufühlen oder hineinzudenken, er ignorierte die Umstände der Gründung Israels genauso wie die aktuellen Sorgen und Ängste vieler Israelis. Er brachte damit den Ton einer Trotzigkeit in die Debatte, und damit war Grass eben nicht allein – all die Jahre nach dem Krieg öffnete sich jetzt wieder der Raum für eine Grobschlächtigkeit, eine Gemeinheit, eine Gereiztheit, eine Rechthaberei in dem Reden über Israel, die eigentlich nur mit andauerndem deutschem Unbehagen an sich selbst zu erklären ist. «Was gesagt werden muss», so hiess das Gedicht, und schon der Titel war verbohrt und anmassend. «Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist», so begann das Gedicht des Literaturnobelpreisträgers, und wie gut für Grass, dass er diese Frage nicht wirklich mit einer kritischen Selbstreflexion beantworten musste, die ihn nur zu dem Hitler-Soldaten geführt hätte, der er einmal war, und zu dem ganzen Hitler-Irrsinn, den er in seiner Jugend eingeatmet hatte – wie gut für Grass, dass er die Schuldigen gleich parat hatte: die Opfer, die ihn zwingen, sich zu erinnern, und die heute angeblich noch mit der Erinnerung Politik machen.

Der Aufstieg der AfD

Die Juden also wieder. Dass er «dem Land Israel... verbunden» sei und verbunden «bleiben will», betonte Grass – aber weil sich niemand traue, Israel dafür zu kritisieren, dass es bereit sei, das war der Anlass dieses Gedichts, einen Präventivkrieg gegen den Iran zu beginnen, bleibe ihm nichts anderes übrig, als das zu sagen, was er für die Wahrheit hielt: «Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er missachtet wird.» Das war das gleiche Muster wie bei Martin Walser und seiner «Moralkeule» Auschwitz, wonach das Reden über den Holocaust nicht nur von Juden bestimmt werde, sondern dieses die Deutschen in eine stumme Abhängigkeit dränge – Walser, dessen Paulskirchen-Rede 1998 der Startschuss der Exkulpationslust der Deutschen war, zeigt sich immer wieder als Stichwortgeber all der Schlussstricher, die mit ihm sagen wollen: «Ich verspüre meinen Anteil an Auschwitz nicht, das ist ganz sicher.» Dieser Ton, von Walser schon in den Siebzigerjahren intoniert, wurde mehr und mehr zum Grundrauschen der Gegenwart, ein Land suchte sich neue Fundamente. «Als Einzelne können wir uns nur eingestehen, dass wir nicht ausgerüstet sind, die Auschwitz-Schuld zu ertragen», so Walser. «Das heisst: Nach all den liberalen oder emanzipativen Entbindungsakten finden wir uns als Unbelangbare vor.» Diese Generation der Flakhelfer von Walser und Grass schaffte es, Ursache und Wirkung zu verdrehen und mit ein paar Sätzen ihre eigene Wirklichkeit zu konstruieren, indem sie aus ihrer eigenen Kälte eine Form von Sorge machte: Wir sind die Opfer, wir dürfen nicht sagen, was wir denken, behaupteten sie und schoben damit die Schuld den eigentlichen Opfern zu.

Etwas änderte sich also in dieser Zeit im Gefüge dieses Deutschlands, es wurden wieder die Stimmen lauter, die nach einem Schlussstrich unter «diese 12 Jahre» (AfD-Chef Alexander Gauland) riefen, es wurden wieder Sätze gesagt, offen und selbstsicher, die die Opfer verletzten oder verhöhnten – und es waren eben die Gebildeten, die diese Sätze sagten, nicht die von den Arbeitsämtern oder den Billigsupermärkten, es waren die aus den Buchhandlungen und den Salons, die schon mal die spätere Begleitmusik für die AfD intonierten. So wie es ein Freund von mir erlebte, ein Musiker und Jude, der zu einem Abendessen im bürgerlichen Umfeld eingeladen wurde, und als das Gespräch auf «Unsere Mütter, unsere Väter» kam, wurde er immer stiller und stiller, weil er sich immer fremder und ungebetener fühlte, wie ein Gast bei einem Gespräch, das nicht für ihn gedacht ist. Und irgendwann wurde diese laute, diese sehr laute Stille bemerkt, und einer der Anwesenden stellte sehr kühl fest: «Kein Wunder, dass du den Film nicht magst.» Warum?, fragte mein Freund. «Weil ihr jetzt zum Glück nicht mehr die Deutungshoheit über unsere Geschichte habt.»

Es ist diese gärende Wut der Deutschen auf die Opfer, die ihnen die Taten ihrer Väter und Grossväter immer noch vor Augen führten.

Er ging dann bald nach Hause, mein Freund, aber richtig erholt hat er sich von diesem Abend nicht mehr, sagt er. Es sei etwas zerbrochen, es sei etwas offenbar geworden, was er vielleicht nur nicht gespürt hatte, weil es hinter viel Verstellung versteckt war, diese gärende Wut der Deutschen auf die Opfer, die ihnen die Taten ihrer Väter und Grossväter immer noch vor Augen führten. Die Opfer also waren schuld am Übel dieser Gegenwart, die sich der eigenen Definition entzog. Es war eine schleichende Repolitisierung der kulturellen Sphäre von rechts, durch Filme, durch Bücher, durch Künstler und Schriftsteller, die sich zu einer extrakonservativen Bourgeoisie formten, dezidiert ein Gegenmodell zur Nach-68er-Bürgerlichkeit. Ihre Themen fanden sie nicht nur in der Vergangenheit, verbunden waren die Debatten, die sie anzettelten, in dem Willen, die Gegenwart und vor allem die Zukunft in der offenen, pluralistischen Gestalt zu verhindern.

Der Aufstieg der AfD, Anfang 2013 gegründet, wurde begleitet von einem bürgerlichen Basso continuo, mit dem erst Ressentiments in den verschiedensten Formen kultiviert und mehr und mehr generell fortschritts- oder vernunftfeindliche, antiindividualistische oder antidemokratische Gedanken in gepflegter Form unters gebildete Volk gebracht wurden. Was sie hier ziemlich systematisch aufbauten, die konservativen Kulturkritiker, war das Bild eines anderen Landes als dieser BRD, die sie so hassten, dieses Land, das es schon eine Weile nicht mehr gab, das Land von Fassbinder und Vidal Sassoon, das Land von Luhmann, Fauser und Habermas, das Land, das Heinrich Böll so zart und traurig beschreiben konnte, in seinem vielleicht besten Roman, «Ansichten eines Clowns», das Land, das Heinrich Böll so hart und wütend beschreiben konnte, in seinem vielleicht schlechtesten Roman, «Die verlorene Ehre der Katharina Blum», das Land von Mutlangen, Wackersdorf und «Emma», das Land von Marcel Reich-Ranicki und Joachim Kaiser, das Land von «Tempo», Kraftwerk und Kippenberger, das schönste, beste Deutschland, das es bis dahin gegeben hatte, ein Kniefall-Land, ein Draussen-nur-Kännchen-Land, ein U-Bahn-Land, ein Ferien-im-Ausland-Land, ein schuldiges Land, ein unsicheres Land, ein Land, das sich kleiner machte, als es war, ein Gastarbeiter-Land, ein Asylbewerber-Land, ein Versprechen von einem Land, das auf einmal klar und elegant sein konnte wie ein Wecker von Braun und hell und licht wie das Münchner Olympiastadion. Das alles wollten sie nicht mehr.

Georg Diez ist Kolumnist bei «Der Spiegel». Dieser Text ist ein vom Autor leicht veränderter Auszug aus seinem eben erschienenen Buch «Das andere Land» (C. Bertelsmann).

Erstellt: 06.10.2018, 17:26 Uhr

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