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Wenn alles an dem einen Faden hängt

Mit «Sister» schuf die schweizerisch-französische Filmautorin Ursula Meier nach «Home» ihren zweiten langen Spielfilm – ganz nah, packend und in unverwechselbarer Handschrift wie der erste.

Plötzlich kommt einem der Gedanke, er sei eine kleine, bunt schillernde Spinne, dieser zwölfjährige Simon, eine hungrige Spinne, die sich Morgen für Morgen an ihrem Faden hochzieht, um oben im Netz die Beute zu sammeln. Auch wenn der Vergleich hinken mag, so ist doch der eine Faden, an dem oft und in ganz unterschiedlichen Situationen, sei es vor dem Konkurs oder in der Intensivstation, bekanntlich alles hängen kann, im Film «Sister» von Ursula Meier das wichtigste Requisit. Es handelt sich allerdings um einen recht starken Faden, einen gut gezwirnten.

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