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Wenn Männer sich berühren

Im neuen Filmklamauk «22 Jump Street» kippt Kumpeltum vollends ins Homoerotische. Gut so.

Mit gutem Gewissen kann man diese Komödie niemandem empfehlen, mit schlechtem eigentlich auch nicht. «22 Jump Street», die Fortsetzung von «21 Jump Street», einem Film, der seinerseits auf der gleichnamigen TV-Serie mit Johnny Depp beruht, handelt von Folgendem: Zwei verdeckte Ermittler, gespielt vom dicken Jonah Hill und vom sportlichen Channing Tatum, werden in eine Uni eingeschleust. Dort sollen sie einen Händler dingfest machen, der den Campus mit einer Droge überflutet, die den sehr verwirrlichen Namen «Whyphy» trägt.

Unter dem nicht sehr fesselnden Krimi-Plot versteckt sich eine Diagnose über die kulturelle Kluft in den heutigen USA: Es ist die Grenze zwischen «jock» und «nerd», zwischen Körper und Geist, zwischen Bier-Pong und Poetry-Slam. Wobei die Witze allesamt von solch brachialer Doppeldeutigkeit sind, dass man von «verstecken» nicht reden kann und von Andeutungen sowieso nicht (ein relativ lang ausgewalzter Scherz handelt von der Ähnlichkeit der Wörter «anal» und «Annalen»).

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