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Wider die «grauen Berner Stübli»

Der Nachwuchsfilm soll mit zehn Spielfilmen mit je 300'000 Franken gefördert werden, fordern junge Schweizer Regisseure. Und sie haben stichhaltige Argumente.

Die Gruppe nennt sich Swiss Fiction Movement. Eine Gemeinschaft von Wandererzählern? Nein, eine Ansamm­lung junger Schweizer Filmemacher. Sie fordern in einem Papier, dass der Bund jährlich zehn Spielfilme mit je 300'000 Franken unterstützt, insgesamt also 3 Millionen mehr ausgibt. Damit soll die neue Kategorie des «kostengünstigen Nachwuchsfilms» in die Filmpolitik aufgenommen werden. Zu den Unterzeichnenden gehören Oliver Rihs, Yangzom Brauen, Samuel Schwarz, Peter Luisi oder Ramon und Silvan Zürcher («Das merkwürdige Kätzchen»).

«Immer mehr Leute wollen Filme drehen und können es dank der digitalen Möglichkeiten auch», sagt der 34-jährige Filmemacher Mirko Bischofberger («Dog Men»). «Sie probieren etwas aus, was aber schlecht zum existierenden Fördermechanismus passt, der stark auf Grossproduktionen ausgerichtet ist.» Junge Leute, die von der Filmschule kommen, stemmen nicht gleich ein Millionenprojekt, so Bischofberger. «Aber auch die alte Formel ‹Kurzfilm nach dem Studium› funktioniert immer weniger, weil Langfilme sehr gefragt sind.» Dazu komme, dass kleinere Filme wie Peter Luisis «Der Sandmann» im Ausland genauso erfolgreich seien wie grössere Filme – oder sogar erfolgreicher.

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